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Alt - Döbling
Sievering Gedichte
Döbling - Alt - Döbling
Blick vom Meiseberg über ...
Sievering - Alt Wiener Ho...
Eine handvoll Sieveringer Gedichte von Bernhard Spencer, Alma Johanna Koenig und Alfred Gesswein. Diese Literatur wurde von Hr. Schulz wieder ausgegraben und für Interessierte ins Netz gestellt.
Gedichte als PDF-Dokment lesen:
Sievering Gedichte
Der gestrandete Ikarus
Döbling - Alt - Döbling

Ums Bergschloss Nebelfetzen wälzen
sich auf und ab die steilen Hänge,
der feuchte Dunst vom Donautal hinan
im Waldbachgraben klimmend schleicht,
auf blätterlosem, schmuckberautem Wald,
liegt breit und schwer, ein Riesenalb
die frostige Dezembernacht,
kein Schimmer hellt das Dunkel auf,
das undurchdringlich Kirch' und Burg verhüllt.
Wie weit ist's noch zum Morgendämmerlicht?
Ach, wär' der Tag bald wach
Nach solcher öder banger Finsternis
erquickensbaren dumpfen Schlummers!
So träumen Wünsche, schweben leichtbeschwingt
in ferne lichtre Regionen,
wo seine Bahn des Weltraumschiff der Sonne
des Universums Ozean durchgleitet,
mit Flammengarben seine Fahrbahn zeichnend.
sich auf und ab die steilen Hänge,
der feuchte Dunst vom Donautal hinan
im Waldbachgraben klimmend schleicht,
auf blätterlosem, schmuckberautem Wald,
liegt breit und schwer, ein Riesenalb
die frostige Dezembernacht,
kein Schimmer hellt das Dunkel auf,
das undurchdringlich Kirch' und Burg verhüllt.
Wie weit ist's noch zum Morgendämmerlicht?
Ach, wär' der Tag bald wach
Nach solcher öder banger Finsternis
erquickensbaren dumpfen Schlummers!
So träumen Wünsche, schweben leichtbeschwingt
in ferne lichtre Regionen,
wo seine Bahn des Weltraumschiff der Sonne
des Universums Ozean durchgleitet,
mit Flammengarben seine Fahrbahn zeichnend.
DHK, Der gestrandete Ikarus, 26.4.10
Aufgestöbert: Wolfgang E. Schulz
Lichternacht am Leopoldsberge
Döbling - Alt - Döbling

die frohgemut, aus Dunst und Rauch der Stadt
enteilend, unsre heitre Höh' betrat;
so dankbar mancher meint: „Wie schön's doch war!"
Im Abendfrost des Märztags heimgekehrt,
tönt lang' noch nach wie leiser ferner Klang,
im Sonnenlicht der wanderfrohe Gang.
Wie fühlte man sich frei und unbeschwert !
Doch wenn sie bettet leichte Müdigkeit,
des Traumspiels Vorhang sich vor ihnen hebt,
verschlafen sie der Bergnacht Herrlichkeit-
denn über'm Lichtermeer der Großstadt schwebt
der Sterne Zauberpracht äonenweit
und Gottes Hand den Himmelsteppich webt.
