Wiesn-Zähler

Noch bis zur nächsten Wiesn

Namenstag

Gestern : Andreas C., Veronika, Jenny
Heute : Agatha, Albuin
Morgen : Dorothea, Doris, Paul M.
Was esse ich am liebsten?












Ergebnis

Literatur - Satiren

Ich und Boris (Pecker)

Das Tennisspiel

Nach langem Warten war es endlich so nah. Ich durfte mit Boris ein Mätsch erspielen. Gleich beim aufheizen merkte ich, daß er nicht so bei der Sache war, wie sonst. Er blickte des öfteren zu seinem Sohn Arche, der sich in unbemerkten Augenblicken mit Mutters Brustmilch stärkte.Dies Verstärkung sollte sich aber leider nicht auf die Beweglichkeit des ungeliebten Boris, (besser: auf die Unbeweglichkeit des geliebten B. übertragen). Mein erster Rundumschlag war gleich ein Aas. Das früheste Spiel gewann ich ohne Gegengewähr.Im zweiten Gespiele versuchte Boris mich auszudrexeln. Ich war aber zu diesem Uhr-Punkt bestens verspielt und konnte mich dadurch dagegen verwehren. Nach einer regen Erbrechnung, nicht nur seitens des Himmels, sei Dank . An genau dieser Stelle meinem Personenall gesagt und getan. (Pause. Nach Eigenbedarf verwenden.)

Bier holen, die Frau beim Kochen stören, Toilettieren

Gleich nach Widerbeginn begann B. nach Gottfried von einem Doublefehler leise vor sich hinzu fluchen. Ich glaube er entnervte sich dadurch mehr als nur mich. Bei 0/40 schummelte ich persönlich seinen Abschlag fast unbemerkt an ihm rückbei. Er Schmiss sich zwar, aber in die falsche Ecke. Und in dieser blieb er auch noch Kurzweil.Beim Abstand von 5:0 für meinen Teil verlor B. fast die Endnerven und auch die Gattenhose. Doch dazu kam es nicht mehr, da Boris von Krämpfen gescheppert, nicht weniger wußte,an welchen Körpeteil zuerst ergreifen sollte,um die ihm von mir an und zugefügten Schmerzen durch Hänchen halten zu schmlern. Als B. zuckend in sich zusammen erbrach, konnte Mann nur noch die geistreichen Worte "Scheiß Schulz", Vernehmungsprotokollpapieren. Boris schüttlete noch sex mal den Kopf, wurde aber dadurch seine immer stärker werdenden (ihn aber schwächenden) Kleinkramkrämpfe nicht mehr, oder schon gar nicht weniger, los. In dem Aug um Augenblick tat er mir faßt unwirklich leid. Schade um dieses schöne Falschspiel!

Ich vergas noch zu erwähnen, daß B. am Vortag bei mir Gast in meiner Einschenke war. Ich werde diese Nacht, die wir in den frühen Morgenstunden auch zum Tage machten, nie vergessen. B. nicht, da er sich an diesen Zeiteinschnitt seines Lebens nicht mehr erinnern konnte, oder wie böse Zungen enthaupteten , wollte.

Wolfgang E. Schulz
Wien, im Hartmond 1995