Wiesn-Zähler

Noch bis zur nächsten Wiesn

Namenstag

Gestern : Andreas C., Veronika, Jenny
Heute : Agatha, Albuin
Morgen : Dorothea, Doris, Paul M.
Was esse ich am liebsten?












Ergebnis

Döblinger Dichterecke - Mundartgedichte

Da Opa

An Pumpara hat´s gmåcht bei da Mittanåcht
und da Opa is arschlings vom Sessl åwekråcht.
No dazu håt er des gånze Geld vaschluckt,
jetzt warten ålle, bis as wieda aussespuckt.
Des Gold wår nämlich des ganze Familiengrandl,
was er gehortet håt då hint im Backenzahndl.
Ållas andre is eh scho längst vasoffen,
und da schiache Zinszettl is a no offen.
Jetzt sam ma richtig årme Schlucker,
weil’s Gold weg is von dera Zahnlucka.
Zwa Tåg sitzt da Opa seelenruhig aufn Scherm,
und hurcht nur auf seine Wind in die Gedärm.
Auch Onkel, d´Linschitant und da Pampaletsch,
wårten geduldig auf die goldenen Ögussanetsch.
Irgendwann muaß do des Plomberl auserutschn
und untrisch eine in den Kuchlkübel pfluschen!
Urplötzlich hört ma vom Opa a Ohh und a Ahh,
rumms und des ganze Gold wår endlich wieda då.
Des güldene Bruckerl hams erm a glei wieda einepresst,
daß der Opa håt a no irgendwås vom Lebensrest.
Auch schlickt der Ahn wieda sei gewohntes Pappa
und nimma rohe Eierschåln und a Zwiefehappal.
Glücklich schaut a aus da Wäsch und tuat si frein,
und stößt vur lauta Glück si no a Vierterl rein.
Inzwischen des wertvolle Gold is guat verplant,
im Geiste auf Mallorca is scho d´Lintschi Tant.
Für die Kinder vül zum Naschen und a Klumpert,
währends der Opa scho wieda urndli pumpert.
Er schreit: Des is ja fix noamål wia varruckt:
Jetzt håb I die ganze Erbschaft scho wieder vaschluckt.
Und die Moral von dera Gschicht,
vertraue niemals deinem Opa nicht!