Heute
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Einst (Stand 1936)
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Geschichte
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1. Bezirk Innere Stadt |
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Stadtkern und Ursprung der Großstadt |
2. Bezirk Leopoldstadt |
150 Jahre nach der Zerstörung der mittelalterlichen Judenstadt rund um den Judenplatz in der Wiener Innenstadt, entstand 1624 das Ghetto im unteren Werd. Das war das Gebiet außerhalb der Stadtmauern, das sich auf einer Insel befand, in der damals noch unregulierten Donau( 1876). Trotz widriger Lebensumstände wuchs das Ghetto rasch an, denn es bot Schutz vor Übergriffen. Gerüchte über Beziehungen von Juden und Türken ließen den Ruf nach Ausweisung der Juden laut werden. Als die abergläubische Gattin Kaiser Leopolds I. eine Fehlgeburt erlitt und kurz darauf die Hofburg brannte, wurde das Ghetto aufgelöst und die Juden aus der Stadt vertrieben. Sich zu Ehren nannte der Kaiser die Gegend der Leopoldstadt, zu der von ihm gestifteten Pfarre und Kirche zu St. Leopold. Auf einer, in das Fundament der Kirche eingelassenen Goldmünze, stand zu lesen: "Nach Vertreibung der treulosen Juden hat der durchl. Kaiser Leopold die hier gestandene Synagoge gestürzt, die Räuberhöhle gereinigt und zu einem Gotteshaus nach katholischem Brauche seines Namens geweiht" |
3. Bezirk Landstraße |
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Nach der Ansiedlung "An der Landstraße" vor dem ehemaligen Stubentore |
4. Bezrik Wieden |
Widem |
Widmung oder Schenkung, vermutlich an das Heilig-Geist-Spital, oder Pfarrgut von Sankt Stefan |
5. Bezirk Margareten |
Mazilinestorf von Kurzform Mazili aus Mazo |
Nach einer der Hl. Margarete gewidmeten Kapelle Teil des 5. Bezirk: Matzleinsdorf |
6. Bezirk Mariahilf |
von Personenname Gumpo, Kurzform aus Gumpold oder Guntpalt |
Nach einem Mutter-Gottes-Bilde, genannt Mariahilf, ausgestellt an der Straße nach Linz Teil des 6. Bezirkes: Gumpendorf |
7. Bezirk Neubau |
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Eine ehemalige Vorstadt |
8. Bezirk Josefstadt |
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Eine nach dem Kaiser Josef I. benannte Vorstadt |
9. Bezirk Alsergrund |
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Nach dem seit langem überwölbten Alserbach, einem Wienerwaldbach. Teil des 9. Bezirkes: Roßau, einst Donauauen, an deren Ufer die Schiffer ihre Rosse tränkten |
10. Bezirk Favoriten |
urkundlich Lohe - von mhd. loch, Wald |
Nach dem kaiserlichen Lustschloß "Favorita", dem heutigen Theresianum Teil des 10. Bezirkes: Laaerberg |
11. Bezirk Simmering |
Sin(d)manningen |
Von Personennamen Sindmann, Gefolgsmann |
12. Bezirk Meidling |
Murlingen, urkundlich Hetzindorf von dem Personennamen Hetzo |
Ursprünglich wahrscheinlich Murilingum, 1. von lateinisch murus, Mauer, daher (bei den) Leuten an der Mauer. (Die dortigen Schwefelquellen waren bereits den Römern bekannt) 2. vielleicht von der Koseform Murilo (siehe Mayerling, NÖ.) Teil des 12. Bezirkes: Hetzendorf |
13. Bezirk Hietzing |
Hietzingen Prantensee, Hakkingen (von Personenname Hacko mundartlich Hachel - grober Bursche), Uetelndorf (Dorf des Uetele), ahd.luomi - matt, kraftlos ursprünglich Bachname urkundlich lunz von slawisch lonzinica, Aubach, Penzingen - Penzen - ouwe von Personenname Penzo, Sanktus Vitus, urkundlich Besitz eines Spiso - von spise (Speiser, Verteiler des Brotes) |
Dorf eines"Hetzo", Koseform aus Heinrich oder Herimann Teile des 13. Bezirkes: Breitensee, Hacking, Hütteldorf, Lainz, Penzing, Sankt Veit (Ober und Unter), Schönbrunn - klarer Quell, Speising |
14. Bezirk Rudolfsheim |
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1863 genannt zu Ehren des "Kronprinzen Rudolf" |
15. Bezirk Fünfhaus |
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Ursprünglich genannt nach "5 Weinhauerhäuschen" |
| Gimpelinsel |
Teile des 15. Bezirks, unterhalb der Felberstraße |
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16. Bezirk Ottakring |
Otakringen |
Besitz eines bayrischen Edelmannes "Otaricha" (Otacher) |
17. Bezirk Hernals |
"Doringinbach" - zwischen Dorngesträuch dahinfließender Bach "Waldeckh" Name eines Schlosses, nach dem Neuwaldegg benannt war |
Besitz der Herren von der Als, auch "Griechen an der Als" Teil des 17. Bezirkes: Dornbach, Neuwaldegg |
18. Bezirk Währing |
"Waring", Warich
"Pezelinesdorf" - Koseform Pezili aus Pezo |
Von ahd. waron - dauern, mhd. wern - die ausdauernde, Bachname. Teil des 18. Bezirkes: Gersthof - angeblich nach einem Ansiedler Gerstler, Pötzleinsdorf |
19. Bezirk Döbling |
Döbling - Tobilic, Tobilicha | 1114 erstmals erwähnt
Döbling | die fränkische Ansiedlung läßt sich seit "Leopold dem Heligen" - (1095-1136) nachweisen. Als die ältesten Grundbesitzer von Döbling werden schon im 12. Jahrhundert Angehörige eines im Orte landessäßigen adeligen Geschlechts, das auch fortan bis ins 14. Jahrhundert fortlebte, urkundlich erwähnt: (zum ersten Mal in der ältesten Urkunde des Stiftes Klosterneburg erscheint 1114 einer aus dem Geschlecht der Herren von "Topilicha" auf) | die Herren von "Topolic". Diese besaßen in Döbling und auch in dem benachbarten Sievering Weingärten. Wie rein deutsch das Gesclecht war, beweisen allein schon die in seinen Ahnenreihe immer wiederkehrenden urdeutschen Vornamen, wie: Wolfgang, Hermann, Dietrich von Theoderich | Agnes, Geiser von Gisela etc. Ein Wolfgerus (Wolfgang) de Tobilike wid um 1155 erwähnt. Allmählich fand eine lautliche Verwandlung des Ortsnamens von "Topolic" bis "Döbling" statt.
Ober- Unter Döbling | am Unterlauf geteilt durch den Krottenbach (auch Döblinger Bach ab Silbergasse)
Grinzing - 1106 urkundlich als "Grinzingan" | von Personenname Grinzo aus Grimizo erwähnt. Immer wieder aufgebaut, selbständige Ortschaft und 1881 dem 19. Bezirk einverleibt.
Heiligenstadt - angeblich eine vom Hl. Severin gegründete "Heilige Stätte" schon seit 1239 | 1891 an den 19. Bezirk.
Kahlenbergerdorf - Ort am Fuße des ehem. Kahlenberges - jetzt Leopoldsberg, schon 1101 urkundlich erwähnt.
Neustift am Walde - Vorstadt. Dem Dorotheerkloster 1413 gestiftete Gründe am Walde. seit 1891 mit Salmannsdorf vereinigt und zum 19. Bezirk gehörig.
Nußdorf - ehemals selbständige Ortschaft in nussbaumreicher Gegend, schon 1081 urkundlich genannt. 1891 dem 19. Bezirk zugeteilt.
Salmansdorf - erstmals urkundlich erwähnt 1279 als "Salmanstorf". Der Name leitet sich von dem Personennamen "Salman(n)", oder des Berufsnamens "Salmanns" ab | ein Treuhänder, oder Schreiber des "Salbuches" - (Grundbuch) ab.
Siphringen - angeblich nach dem Hl. Severin | bereits 1114 urkundlich erwähnt | Suveringen vielleicht von Suefheri - umherschweifender Krieger, oder suephar - listig | Bachname | Später in Ober- und Untersievering geteilt und 1891 mit Kahlenbergerdorf, Josefsdorf zum 19. Bezirk erklärt.
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20. Bezirk Brigittenau |
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Nach einer der Heiligen "Brigitta" geweihten Kapelle Teil des 20. Bezirk: Zwischenbrücken - ursprünglich Ansiedlung zwischen zwei über die Donau führenden Brücken |
21. Bezirk Floridsdorf |
Urlingesdorf von Personenname Urling Uezensee - vezense - jetzesee - See des Uedelin - von ahd. Uoto statt Uodalrich Chagre - name eines Besitzes in Kagran, Chagaran - vielleicht von gihago - der im Hag Lebende Apiltowe, Elpeltau, Eupoltau 1. von Alphilt - die weiße Hilde, und Au, daher Au einer Alphilt 2. von tou und elbel - am elbischen Tau, Tanzplatz der Elfen nach den Spuren im Tau (unhaltbare Erklärung) 3. vielleicht von Albendave, Schwanendorf oder Dorf des Albenda, loupauwe - mhd. Laubinsel "Stadelove" - wahrscheinlich nach Heustadeln in den Auen. Strobelinesdorf - von Personenname Strobilo - mit struppigem Haupthaar
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Ursprünglich dem Stifte Klosterneuburg gehörig, unter Abt Floridus Leeb zur Verbauung freigegeben Teil des 21. Bezirkes: Jedlersdorf, Jedlersee, Kagran, Leopoldau, Lobau, Stadlau, Strebersdorf, Hirschstetten - Aufenthaltsort von Hirschen |
22. Bezirk Donaustadt |
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23. Bezirk Liesing |
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Nach dem Liesingbach |