Nußdorfer Brauerei

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Ergebnis

Nußdorfer Brauerei

Bier - Bier in Doebling

bockkellerNußdorfer Brauerei-Bockkeller im 19. Bezirk und Bockkeller im 16. Bezirk.

 

 

Ich kann darüber eine Geschichte erzählen!

Ungefähr im Jahre 1979/80 lernte ich Frau Justine Neudecker durch ein Inserat kennen, da ich Einrichtungsgegenstände für mein neues Lokal Zum "Ur" Schulz in der Pantzergasse 16 suchte. In diesem Zusammenhang lernte ich auch den Bockkeller im 16. Wiener DSC02408Gemeindebezirk und seine Geschichte kennen.

Angefangen hat natürlich wieder einmal alles in Döbling. Genauer gesagt, in der Nußdorfer Brauerei, in der Hackhofergasse Nr.9. Im Jahre 1906 wurde die Gastwirtschaft Ecke Gallitzinstraße/ Steinhofstraße, von den Besitzern Grammer,"Bockkeller" genannt. Während der Bisinger gegenüber "vorzugsweise Ottakringer Lager- und Abzugsbier" ausschenkte, hatte Karl Grammer einen Vertrag mit der Nußdorfer Brauerei, die im 19. Bezirk den Bockkeller, etwas oberhalb der Brauerei in der Hackhofergasse, auf einem Hügel thronend, mit einem Traumblick über Nußdorf, die Donauauen und Wien, betrieb. Nur so ganz nebenbei, Hr. Grammer war der beste Kunde der Nußdorfer Brauerei! Der Döblinger Bierlieferant war also offensichtlich für die Namensgebung des Bockkeller im 16. Bezirk verantwortlich. Auch der Ziegenbock, (das Symbol der Stärke) an der Hauswand Johann Staud Gasse, weist auf das Bockbier der Nußdorfer Brauerei hin. Dieses Gasthaus wurde 1907 eröffnet und bot im Gastgarten über 1.500 Personen Platz. Die Gäste tranken diesen süffigen Bock in 1/2 Liter Krügen, just aus Gläsern mit dem Ziegenbock als Zierde auf diesem. Einen Sparverein, den ich auch in diesem Jahr gründete, gab ich den Namen "Sparverein
Goaßbock". Unsere Aktivitäten erstreckten sich besonders aufs wandern und ebenso schöne Hüttenabende beim Gerhard, vulgo "Spiegelkarpf", auf der Sparbacher Hütte. Eben weil mich dieser Bock an die Kletterkünste in den Bergen und der Name "Bock" an das süffige Bockbier erinnerte. An den Gestank im nächtlichen Lager dachte ich damals noch nicht

Genau jene erwarb ich von Frau Neudecker. Es war der gesamte Restbestand des Gasthauses. Ein paar stehen heute noch bei mir zu Hause in einer Vitrine. Den Großteil habe ich verschenkt. Ebenso kaufte ich den übermächtigen Stammtisch, an dem mehr als 30 Personen Platz haben, von Frau Neudecker. Der Auto Anhänger meines Freundes Erich Mangl, Tischlermeister zu Döbling, ermöglichte es mir diesen "Bockkeller- Stammtisch" an seinen neuen Platz in die Pantzergasse 16 in das Gasthaus Zum "Ur" Schulz zu schaffen. Heute steht er bei mir im Magazin und harrt seiner neuen Verwendung entgegen. (Ich richte gerade ein kleines Museum in meiner Wohnung in der Eroicagasse 43 ein und da brauche ich diesen Tisch als Untersatz für die Schlachtnachstellung des Jahres 1683. Eine Platte von einem Ausmaß 3 Meter mal 1,50 m wurde schon angeschafft und harrt auf seine Montage auf dem alten Tischgestell). Der Bockkeller wurde im Jahre 1992 an die Gemeinde Wien verkauft, die es wiederum dem Wiener Volksliederwerk "für die Bewahrung und Pflege des Volksliedes" zur Verfügung stellte. Schaun Sie einmal vorbei, es lohnt sich auch das Museum zu besuchen.

Unser Bockkeller in Döbling, der noch größer (3.000 Personen hatten darin Platz) als sein Bruder im 16. Hieb war, ist schon lange abgerissen. Heute steht eine Wohnanlage auf diesem Grundstück. Dort wohnen ganz prominente Leute und Hr. Putin war hier unlängst erst zu Gast.

Die Kellerräume Ecke Nußberggasse werden heute noch als Autoparkplätze verwendet......dort wo einst die Fäßer lagerten. Tut weh!

Wolfgang Schulz am 14.5.08 in Bad Eisenkappl

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