Brandneu
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Namenstag
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Morgen : Bernhardin, Elfriede,Mira
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Bier G'scheites
Bier - Bier in Doebling
Odins magisches Bier von Brynhild AmannHopfen und Malz, Gott erhalts' - nicht immer war dies das Motto der Bierbrauerkunst. Vor der strengen Durchsetzung des Reinheitsgebots wurden dem Bier in Europa allerlei berauschende Pflanzen zugesetzt, ein Brauch, der meist einen religiös-magischen Ursprung hatte. Bier wurde sehr oft in kultischen Zeremonien rituell eingesetzt und löste bei den Anwesenden animalische Verhaltensweisen aus, die im Volksglauben eingebunden waren. Dementsprechend musste dieser Habitus in der Zeit der zunehmenden Monasterisierung ausgerottet werden - das Bierbrauen übernahmen nun die Mönche. Sie setzten dem Bier den sedierenden Hopfen bei, was zwar anfangs zu einer geschmacklichen Verschlechterung führte - das Bier wurde bitter - aber den gewollten Effekt der Bevölkerungsberuhigung erzielte.
Diesen "Segen" griff der Gesetzgeber bereitwillig auf, um in der Folge das staatliche Reinheitsgebot (1516) zu verordnen und das Getränk mit entsprechenden Steuern zu belasten. Das gehopfte Bier erwies sich als wahre Goldgrube, zum einen waren sämtliche beliebteren Vorgänger verboten worden, zum anderen konnte man, einmal an den Geschmack gewöhnt, Unmengen davon trinken, rebellische Effekte blieben aus, man schlief höchstens ein. Durch die Einführung des Reinheitsgebots wurde das Grundgetränk der Germanen darüberhinaus seiner spirituellen Funktion beraubt und mit dem, in unseren Breiten ursprünglich nicht heimischen Wein, in der christlichen Zeremonie ersetzt. Dabei hatten die Biere unserer Vorfahren eine reiche Palette an Funktionen, Geschmacksrichtungen und Wirkungen. Pilsener - Bilsener
Die Etymologie des Wortes "Pilsener" wurde fälschlicherweise stets dem Ortsnamen "Pilsen" zugeschrieben, in Wahrheit leitet sich der Name für das stark gehopfte, helle Bier aber von einer ursprünglich beigemischten Pflanzenart, dem Bilsenkraut, ab. Bilsenkraut (früher Pilsenkrut) war bei Ägyptern, Griechen, Kelten und Germanen eine Pflanze der Götter und wurde bereits im Altertum als berauschender Zusatz von Bier und Wein verwendet. Noch im mittelalterlichen Europa diente das Bilsenkraut der Aufbesserung des Bieres, bis es zu Beginn der Neuzeit als Hexenkraut verdammt wurde. In den deutschsprachigen Gebieten wurden allerdings bis zum 17.Jahrhundert von Brauereien Bilsenkrautkulturen angelegt. Die Pflanze sollte die Wirkung schwacher Biere aufbessern. Selbst im 19. Jahrhundert, als schon das falsche Pilsener erfunden war, besserten Bierbrauer ihre Produkte mit Bilsenkraut auf. Das Bilsenkraut (Hyoscyamus niger/albus/aureus/reticulatus) gehört mit seinen nahen Verwandten Tollkirsche, Stechapfel und Alraune zu den Nachtschattengewächsen. Seine psychoaktiven Substanzen (Hyoscyamin, Scopolamin) haben in geringer
