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Döblinger Strassenverzeichnis

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Begriff Definition
12. Februar-Platz

seit 1985 | 1930 Karl-Marx Platz. Ab 1935 Heiligenstädter Platz. Vor der großen Wohnhausanlage Karl Marx Hof zur Erinnerung an den Bürgerkrieg von 1934 (Generalstreik und Aufstandsversuch des Republikanischen Schutzbundes, einer paramilitärischen Gliederung der Sozialdemokratischen Partei gegen die Regierung Dollfuß. Seine Niederschlagung führte zur Auflösung der Sozialdemokratie und aller ihrer Organisationen). Seit Anfang des Jahres 2010 wird auf diesem Platz eine unterirdische Garage für mehr als 200 Autostellplätze errichtet. Ende des Jahres ist die Fertigstellung geplant | Heiligenstadt

Adlergasse †

seit 1894 Geweygasse | die Adlergasse verlief von der Hohen-Warte bis hinunter zu den Lehmgruben (heutiger "Hohe-Warte-Platz-Vienna"). Andreas Adler, um 1750 Grundbesitzer in dieser Gegend | Heiligenstadt

Adolf-Raupenstrauch-Gasse

seit 1979 | nach Dr. Gustav Adolf Raupenstrauch (1859-1943), Erfinder des Lysols, benannt | Ober Döbling

Ährengrubenweg

seit 1994 | alter Flurname östlich der Agnesgasse am Westrand des Hackenberges. Der Name stammt vom mittelhochdeutschen „ernde“ (Ernte) oder eher „Ähre“. Hier wurde demnach im Gegensatz zu den umgebenden Weingärten Getreide angebaut | Sievering

Agnesgasse

seit 1894 | vorher Neustiftgasse. Von Rathgasse 2 bis Sieveringer Straße 219 – genannt nach der Markgräfin Agnes (1075-1157), Gemahlin von Leopold III - Veranlasser zur Gründung des Chorherrenstiftes Klosterneuburg (1075-1136) - des Heiligen, von der die Sage berichtet, daß er der Finder, ihres vom Winde entführten und später unversehrt wieder gefundener Schleiers, gewesen ist | Sievering

Alfred-Wegener-Gasse

seit 1933 | nach Univ.-Prof. Alfred Wegener (1880-1930), Polarforscher, benannt. Wegener nahm an zwei Grönlandexpeditionen teil und wurde durch die Kontinentalverschiebungstheorie bekannt | Grinzing

Alleegasse †

seit 1894 Pyrkergasse | Ober Döbling

Am Berg †

seit 1874 Eichelhofstraße | Nußdorf

Am Cobenzl †

Bis 1894 auch "Gut Reisenberg" | genannt nach dem Staatsmann und Gutsbesitzer Graf Johann Philipp von Cobenzl (1741 – 1815). Beliebter Ausflugspunkt auf dem Reisenberg (Latisberg). Auf dem Reisenberg (Reysenperch) hatte schon im 13.Jahrh. das Kloster Zwettl Weingärten besesses und im 14. Jhdt. wird das Stift Klosterneuburg als Besitzer der Gegend erwähnt. Das Gebiet des Reisenberges erwarben im 18. Jahrhundert nach langem Streite mit dem Stifte Klosterneuburg die Jesuiten, die seit dem 16. Jhdt. in Grinzing die Grundherrschaft besaßen. Als im Jahre 1773 vom Papst Klemens XIV. der Orden der Gesellschaft Jesu aufgehoben wurde, erwarb Graf Cobenzl - ein Neffe des österr. Vize-, Hof- und Staatskanzlers unter Josef II und Franz I.- für 1200 Gulden den Besitz am Reisenberg. Ursprünglich stand nur ein unscheinbares Häuschen auf dem Grundstück - in dem dürfte im Juli 1781 Mozart einige Tage als Gast des musikliebenden Grafen geweilt haben - aber bald entstand ein prachtvolles Schloß mit einem weitausgedehnten Park und einer großen Meierei | Grinzing

Am Dreimarkstein †

seit 1952 Dreimarksteingasse | auf Höhe Salmannsdorfer Straße, Ende Zierleitengasse, bis 1877 Hauptstraße, bis 1894 Herrengasse. Bergname, (454 Meter) | Salmannsdorf

Am Himmel

seit 1929 | Gspöttgraben 4 zu Himmelstraße 39. 1784 erwarb Hofrat Anton Binder von Kriegelstein (1735-1787) die Herrschaft Ober-Sievering mit dem Pfaffenberg und erbaute sich ein Schlößchen mit Ausblick auf Wien wie vom „Himmel“ herab | Sievering

Am Kahlenberg

nach dem gleichnamigen Berg. Das Datum der Benennung ist unbekannt, jedoch führt die Bezeichnung auf den 483 m hohen Kahlenberg (Josefsberg), dem Hausberg Wiens, zurück. Ursprünglich trug der heutige Leopoldsberg den Namen Kahlenberg. Bei der 2. Belagerung Wiens durch die Türken gehörte der Sauberg, Schweinsberg und Josefsberg genannte Kahlenberg zum Aufmarschraum des Entsatzheeres; ebenso der Nußberg. Vor dem Angriff auf Wien soll der Befehlshaber des Entsatzheeres, der Polenkönig Jan Sobieski, am 12. September 1683 in der Ruine des dortigen Kamaldulenser Klosters einer heiligen Messe beigewohnt und dabei seinen Sohn Jakob zum Ritter geschlagen haben | Josefsdorf

Am Krottenbach †

gibt es nicht mehr, heute wahrscheinlich Strehlgasse zwischen Neustift am Walde und Krottenbachstraße | Pötzleinsdorf und Neustift am Walde

Am Leopoldsberg

nach dem gleichnamigen Berg | äußerste Erhebung des Kahlengebirges (423 m). Bis Ende des 17. Jahrh. Kahlemberg (Gallenberg) genannt. Im Jahre 1101 ließ sich Leopold III, auf der äußersten Spitze der "montes Comageni", des Kahlengebirges, wo dasselbe steil gegen die Donau abfiel, eine neue Burg als Feste gegen die Magyaren bauen. Diese wurde wiederholt vernichtet und wieder neu aufgebaut. Als die Türken 1529 gegen Wien zogen, wurde die bestehende Burg samt einer Kapelle gesprengt und geschleift, um dem feindlichen Heere keinen festen Stützpunkt zu überlassen. 150 Jahre lag dann die Bürg in Trümmern. 1679 ließ dann Leopold I. die Kapelle wieder herstellen zufolge eines Gelübde für die Abwendung der Pest. Diese wurde 4 Jahre später durch die Türken abermals vernichtet. 1693, nachdem Friede im Lande herrschte, ging Kaiser Josef I. daran, Schloß und Kapelle neu errichten zu lassen. Die Kapelle wurde dem heiligen Leopold geweiht - und seit dieser Zeit hieß der Berg Leopoldsberg. Kaiser Karl VI. ließ an Stelle der Kapelle die noch heute stehende größere Kirche erbauen. Den östlichen Teil Der Burg mietete gegen Ende des l8. Jahrh. der Staatsmann Fürst de Ligne | Kahlenbergerdorf

Am Nestelbach †

heute Grinzingerstraße, von Nestelbachgasse bis Hohe Warte, entlang der Badeanstalt | Heiligenstadt

Am Neustiftblick

seit 2003 | nach einem Flurnamen benannt | Ober Sievering

Am Platz †

heutiger Pfarrplatz | Heiligenstadt

Am Tullnerberg †

jetzige Döblinger-Hauptstraße | von der Hofzeile bis Barawitzkagasse. In Erinnerung an den einstigen Besitzer, die Tullner Dominikaner-Nonnen | Ober Döbling

Am Weg nach Grinzing †

1819-1873 | Grinzinger Straße von der Hohen Warte bis zum Neugebauerweg | Heiligenstadt

Am Weingebirg

seit 1974 | nach einem alten Flurnamen benannt | Nußdorf

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