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Döblinger Strassenverzeichnis

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Begriff Definition
Bauernfeldgasse

seit 1974 | Zugang Gebhartgasse, Sackgasse. Nach dem Schriftsteller Eduard von Bauernfeld (1802-1890), berühmter österreichischer Lustspieldichter, Ehrenbürger der Stadt Wien | Ober Döbling

Beethovenaussicht†

Ruheplatz Beethovens mit schöner Aussicht. Frühere Bezeichnung eines Gasthauses in der Kahlenbergerstraße 111. Das Haus steht noch | Nußdorf

Beethovengang

ca. 1864|69 | von Zahnradbahnstraße zur Kahlenberger Straße. Nach Ludwig van Beethoven benannt (17.12.1770 - 26.03.1837). Als Schüler Mozarts schon 1787 in Wien, übersiedelte er 1792 für immer hierher. Im heutigen Döbling verbrachte er viele Sommer und zahlreich sind die Wohnstätten in unserem Bezirk, die den Ruhelosen beherbergten. Auf eine Besserung seines Gehörleidens hoffend zog Beethoven 1802 nach Heiligenstadt, um die dortigen Heilquellen zu versuchen. Er wohnte damals in der Probusgasse 6. Seine Krankheit stürzte ihn in tiefste Verzweiflung und in diesen Tagebuch schrieb er das "Heiligenstädter Testament". 1803 u. 1804 weilte er in Ober-Döbling im Biederhof (heute Döbl.Hauptstr.92). 1808 war er wieder in Heiligenstadt in dem Landhaus Grinzinger Str. 64, das gleichzeitig auch den jungen Grillparzer beherbergte. 1815 finden wir Beethoven wieder in Döbling und zwar wohnte er im alten Unter Döblinger Gemeindehaus Nußwaldgasse 2 (heute Gemeindebau Silberg.4). 1817 weilte Beethoven wieder in Heiligenstadt in dem charakteristischen Bauernhaus Pfarrplatz 2. 1821 versuchte er die Heilquellen "auf der Osterleiten" und wohnte in Unter Döbling (heute Silberg.9). Auch 1822 verbrachte Beethoven den Sommer wieder in Döbling in der Alleegasse 135 (heute Pyrkerg.13). 1824 wohnte er in dem Hause des Bürgermeisters von Nußdorf, Herrn Greiner, Kahlenberger Str. 26. Zahlreiche Gedenktafeln zeugen von der Verehrung, die die Bevölkerung Döblings dem großen Tondichter zollte, sowie ein Denkmal von Robert Weigl im heutigen Heiligenstädter Park und eine Bronzebüste von A.V. Feinkorn in der Beethovenruhe am Schreiberbach | Heiligenstadt

Beethovengasse †

seit 1894 Eroicagasse, vorher Fischhaltergasse, davor Beethovengasse | Heiligenstadt und Nußdorf

Beethovenplatz †

seit 1894 Beethovenruhe. Bestand vorher seit 1879 als Beethovenplatz. Zwischen Kahlenbergerstraße und Beethovengang (ein paar Meter östlich der Nepomuk Statue). Dort ist dem großen Tonkünstler eine Kopfbüste von Joachim Fernkorn erschaffen. 1863 eingeweiht. Vom Komponisten gerne besuchter Platz | Heiligenstadt

Bellevuestraße

seit 1894 | von Sieveringer Straße zum Am Himmel. Nach dem benachbarten Berg Himmel - weil sie zu der Besitzung Bellevue (d.h. schöne Aussicht) führt. Vorher Himmelstraße | Unter Sievering

Bengouggasse †

die Bengouggasse bestand nur 2 Monate vom Oktober bis Dezember 1880. Danach Gaswerkgasse - dann Exportakademiestraße. Heute Franz-Kleingasse (nach dem Begründer und Direktor der Englischen Gasgesellschaft in Döbling, John Egbert Bengoug benannt) | Ober Döbling

Berggasse † ehem. Salmansdorf

seit 1894 Celtesgasse | Salmannsdorf

Berggasse † ehem. Grinzing

seit 1894 Cobenzlgasse ab Nr. 17 und 44 | Grinzing

Berggasse † ehem. Nußdorf

seit 1894 Hackhofergasse ab Freihofgasse | vorher, seit 1873, in die Färbergasse einbezogen | Nußdorf

Berggasse † ehem. Unter-Döbling

seit 1894 Scheibengasse | siehe auch Bergsteig | Unter Döbling

Bergsteig †

seit 1890 Berggasse, jetzt Scheibengasse | Unter Döbling

Berliner Straße †

heute Heiligenstädterstraße | von 1938-1945 Berlinerstraße. Vorher auch Heiligenstädterstraße | ab Nußdorfer Platz bis Donauwarte (Stadtgrenze) | Kahlenbergerdorf

Bernatzikgasse

seit 1957 | von Springsiedelgasse 32 bis zur Zerritschgassse. Nach dem Universitätsprofessor für Völkerkunde Hugo Adolf Bernatzik (1897-1953), Großindustrieller, Ethnologe und Reiseschriftsteller. Begründer der angewandten Völkerkunde | Heiligenstadt

Biedergasse

seit 1876 | von Billrothstraße zur Gymnasiumstraße. Eduard Bieder (1820-1883), Gemeindevorsteher, Zementhändler und Wohltäter. | Ober Döbling

Billergasse †

seit 1895 | nach dem Hofkommisionsrat, Hausbesitzer und großer Wohltäter im Kahlenbergerdorf Johann Baptist Freiherr von Piller (Biller ist falsch!) - (gest. 1793), genannt. Von der Heiligenstädterstraße 289 zur Bloschgasse 6/8. Diesen Gassenrest gibt es zwar noch, sie hat aber kein Straßenschild, geschweige denn eine Hausnummer. Hier könnte man die jetzige (nicht offizielle) Billerstiege in "Johann-Baptist-Piller-Stiege" benennen. Es gibt auch einen Vorschlag seitens des Kbdrf. Kulturvereines, die jetzige Unterführung in "Leopold-Rieder-Gasse" zu benennen; er war der letzte Bürgermeister des Kahlenbergerdorfes. | Kahlenbergerdorf

Billrothstraße

seit 1894 | von Döblinger Hauptstraße bis Grinzinger Allee. Nach Dr. Christian Theodor von Billroth (1829-1894), Chirurg, Professor an der Wiener Universtät benannt. Ursprünglich (1796) An der Stiege und In den Sätzen. Bis 1894 Hirschengasse oder Grinzinger Straße | Ober Döbling

Bittnergasse †

geplant und in den Landkarten eingezeichnet, aber nie verwirklicht. Von der Haubiglstraße zur Fürfanggasse | parallel mit Huleschgasse nach Norden gegen die Fürfanggasse | Julius Bittner, geb. 1874 in Wien, gest. 1939 in Wien, Komponist von Liedern und Opern volkstümlicher Art, Träger des Ehrenpreises der Stadt Wien im Jahre 1925 | Unter Döbling

Blaasstraße

seit 1895 | von Hasenauerstraße 32 bis Peter Jordan Straße. Nach dem Historienmaler Carl Ritter von Baas (1815-1894) benannt. Zunächst gehörte Blaas dem Nazarener-Kreis an, doch wandte er sich nach und nach der naturalistisch-romantischen Malweise zu. Von ihm stammen u. a. 24 Fresken in der Altlerchenfelder Kirche, das Altarbild für die Johannes-Evangelist-Kirche am Keplerplatz. Er malte die Fresken in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums. Blaas ist in einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof begraben | Unter Döbling

Blanche-Aubry-Weg

seit 1998| nach der Kammerschauspielerin Blanche-Aubry von 1921-1986 (Wiener Burgtheater) benannt | Unter Sievering

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