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Begriff Definition
Celtesgasse

1894 | von Hameaustraße zur Salmannsdorfer Straße | nach Konrad Celtes (1459-1508) - eigentlich Konrad Pickel, auch Protucius. Wurde am 1. Februar 1459 in Wipfeld (Franken) geboren und starb am 4.Februar 1508 in Wien. Dichter und Humanist. Von 1892-1894 hieß die Celtesgasse Berggasse. Vor der Anlegung des Sulzweges (1815) war die Celtesgasse die einzige Verbindung zwischen Salmannsdorf und Neustift. Sie wurde Holzgasse genannt, da auf ihr das Holz zu Tal geschleift wurde, hatte aber noch keine Häuser | Neustift 1487 wurde Celtes von Kaiser Friederich III.in Nürnberg als erster zum Dichter gekrönt - poeta laureatus. 1497 wurde er von Kaiser Maximilian I nach Wien berufen und lehrte an der Universität lateinische Beredsamkeit und Philosophie (die noch alle "Gegenstände" umfaßte). Ist als Begründer der Wiener Hofbibliothek anzusehen. Er gründete in Wien auch die gelehrte Gesellschaft Sodalitas Danubiana. Er organisierte das Wiener Geistesleben durch die Gründung des Collegium Poetarum et Mathematicorum. Dies war eine Art Hochschulseminar und hatte das Ziel, die Eloquentia (Beredsamkeit), den klassischen Lateinstil, wieder herzustellen. Celtes war nicht nur der erste große akademische Lehrer neuen Stils, er war auch Dichter. Seine Reise- u. Liebesabenteuer hat er in Elegien nach dem Muster Ovids geschrieben. Er förderte sehr die humanistischen Studien und gab die Werke der mittellateinischen Dichterin Roswitha von Gangesheim (geb. 935, gest.1002) heraus. Der Grabstein des Dichters befindet sich in der Stephanskirche, geziert mit dem im Hochrelief gearbeiteten Brustbild des Dichters.

Chimanistraße teilweise †

seit 1894 | von Billrothstraße 48 bis Cottagegasse. Nach dem Jugendschriftsteller Leopld Chimani (1774-1844) benannt, welcher in dieser Gasse ein Haus besaß. Westlicher Teil vor 1910 und von 1958 bis 1962 als Neydhardgasse abgetrennt. 1962 wieder mit Chimanistraße vereinigt. 1963 neuerlich als Telekygasse abgetrennt | Ober Döbling

Chmelgasse

1961 | Josef Chmel (1798-1858), österreichischer Historiker | Grinzing

Cilli-Löwinger-Weg Neustift

1979 | Cilli Löwinger (1877-1949), Volksschauspielerin | Neustift am Wald

Cobenzlgasse

1894 | mit der Bräuhausgasse in eine Gasse zusammengezogen. Vom Grinzinger Steig bis zum Schloß Cobenzl. Benannt nach dem Zufahrtsweg zum Schloß auf dem Cobenzlberg, Erbauer Philipp Johann Graf von Cobenzl (1741-1810), Staatsmann und Mitbesitzer. Er schloss den Frieden von Teschen 1779 und wurde 1792 Außenminister und Hof- und Vizekanzler. Ursprünglich Sommerzeile, danach Bräuhausgasse und Berggasse | Grinzing

Cottagegasse

1886 | nach dem 1873 begründeten "Cottage-Viertels bzw. -Vereines" benannt Ober Döbling

Dänenstraße

seit 1930 |zur Erinnerung an die Hilfsbereitschaft des Königreiches Dänemark an Österreich. Vorher Dänenplatz. Hieß bis 1919 Meridianstraße - dem hungernden Wienern haben die Dänen sehr geholfen (Kinderlandverschickung) | Ober Döbling

Daringergasse

seit 1894 | bis 1894 Grinzinger Straße. Von Sieveringer Straße 36/38 bis Grinzinger Allee 31. Nach Hans Daringer, ein Untertan Saurers (die Familie Sauer von Sauerburg gehörten im 16. Jahrhundert große Besitzungen in Sievering ), stiftete 1606 ein Gedenkkreuz, das noch heute an der Ecke Sieveringer Straße - Daringergasse steht (Nachbildung). Es ist ein Steinpfeiler mit einem Kreuz und trägt die Inschrift "Hans Daringer, Saurischer Untertan zu Unter Sievering, hat Gott zu Ehren und den Seinigen zum ewigen Gedächtnis machen lassen dieses Kreuz"; den 26. Sept. 1606 | Unter Sievering

Delugstraße

seit 1931 | von Daringergasse zur Leopold Steiner Gasse 26. Nach Alois Delug (1859-1930), geb. 25.5.1859 in Bozen, gest. 16.9.1930 in Wien als Maler. Er zählte zu den bedeutendsten Porträtisten seiner Zeit, der zahlreiche große Staatsmänner und Gelehrte in meister haften Bildnissen verewigt hatte. Er studierte von 1883 - 1886 unter L. C. Müller an der Akademie in Wien, unternahm dann zahlreiche Studienreisen nach Italien, Frankreich, Holland, England, Deutschland und Amerika und ließ sich in München als akademischer Maler nieder. 1898 wurde er als Professor an die Akademie der bildenden Künste nach Wien berufen, wo er bis 1928 wirkte. Er begründete auch 1896 - 1899 das Bozener städtische Museum und 1910 die Künstlerkolonie in Wien-Grinzing, sowie die Malerschule, die auch seinen Namen trug. Er wohnte in der Himmelstraße 30 | Grinzing

Dennweg

seit 1913 | von Nußberggasse 76 zur Kalenberger Straße 100. Flurname, "Denn" 1318 urkundlich erwähnt - weist entweder auf einen alten Tannenbestand hin, oder auf das ahd. denni = festgestampfter, harter Boden | Heiligenstadt

Devrientgasse

seit 1930 | vorher Prälatenkreuzgasse | vom Döblinger Gürtel 12/14 bis Lichtenwerderplatz. Nach Max Devrient, geb 12.12.1857 in Hannover, gest 1929 in Chur in der Schweiz. Burgschauspieler, kam 1881 an das Wiener Ringtheater, 1882 an das Burgtheater, dessen lebenslanges Mitglied (Ehrenmitglied) er 1910 wurde. Er war auch Regisseur und Filmdarsteller | Nußdorf

Diemgasse

seit 1877 | von Boschstraße 43 bis Greinergasse 10. Nach Anton Diem (1837-1876). War von 1871-1876 Bürgermeister von Nußdorf | Nußdorf

Dionysius-Andrassy-Straße te

seit 1905 | von Silbergasse 28 - Sackgasse; früher ging sie bis zur Boschstraße; Gallmeyergasse und Geistingergasse waren Teil der Dion. Andrassy-Straße. Nach Franziska Seraphika Andrassy, geb. Hablawetz (1838-1902), Gattin des Grafen Andrassy. Sie war eine große Wohltäterin; sie ließ ein Mädchenwaisenhaus - später Erziehungsheim für Knaben Hohe Warte 3-5 errichten (schon mehrere Jahre geschlossen und verfällt). Ihr Denkmal steht im Vorgarten des Gebäudes. Die Straße wurde 1928 von der Hohen Warte bis zur Heiligenstädterstraße als Gallmayergasse und von der Heiligenstädterstraße bis Boschgasse als Geistinergasse abgetrennt | Unter Döbling

Dittesgasse †

1930 von Sternwartestraße bis Felix-Mottlstraße als Gustav-Tschermak-Gasse abgetrennt | benannt nach Dr. Friedrich Dittes, Pädagoge | Ober Döbling - Währing

Döblinger Hauptstraße

seit 1894 | vom Döblinger Gürtel 1 bis zur Hohen Warte 1 und 2. Der Teil der Straße von der Villa Wertheimstein bis zur Pokornygasse hieß im 18. Jahrhundert "Hofzeile" nach dem Hofe des Tullner Nonnenklosters, von da an bis zur Radlmayergasse "Auf der Osterleiten" (Riednahme). Im 19. Jahrhundert wurde sie einfach "Hauptstraße" genannt. Jetzt zur Wahrung des Ortsnamens Döbling benannt - "Döbling" eine selbständige Ortschaft, die schon im 12. Jahrhundert urkundlich genannt wird; die ältesten Grundbesitzer waren die Herren von Topolic | Ober Döbling

Döblinger Gürtel

1903 | zur Wahrung des Ortsnamens so benannt. Von Döblinger Hauptstraße zur Heiligenstädter Straße 27 | hieß früher Gürtelstraße. Diese wurde auf dem geschliffenen Linienwall errichtet, der 1704 zum Schutze gegen die Türken und die Kuruzen aufgeführt wurde | Ober Döbling

Döblinger Prucken †

1318 Toblikher prukk. Hat bei der Hofzeile und Silbergasse über den Krottenbach geführt | Ober- und Unter Döbling

Döblingergasse †

seit 1894 Elmargasse | benannt nach Karl Elmar, Schauspieler | Heiligenstadt

Dollinergasse

seit 1894 | von Gatterburggasse 17 zur Würthgasse 4. Nach Thomas Dolliner (1760-1839), Rechtsgelehrter und Hofrat, benannt. Früher Ferdinandsgasse | Ober Döbling

Donaugasse †

siehe Pokornygasse | Ober Döbling

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