Brandneu
Wiesn-Zähler
Namenstag
Heute : Agatha, Albuin
Morgen : Dorothea, Doris, Paul M.
Der Unmensch
Literatur - Gedichte
Der Unmensch, fast betäubt vom Magenknurren,
fängt langsam an, in seinen Bart zu murren,
drum er genüsslich reckt den Rüssel,
wenn der Dampf steigt aus der Schüssel.
Der Unmensch, der man letztlich ist,
sich nur wohlfühlt, wenn viel frißt.
Gierig, schmatzend dann das Schmausen,
dem, der zusieht, faßt das Grausen.
Der Unmensch trotzdem stopft hinein,
manch Braten und auch Gemsenbein.
Garendlich dann noch Palatschinken.
nun erst hebt er an, zu stinken.
Der Unmensch, vor Völle wie erschlagen,
steht rülpsend auf, Ihn drückt der Magen.
Er spürt im Bauch schon das Gewitter,
jetzt hilft nur noch ein Magenbitter.
Der Unmensch nicht mehr weiß, was er will,
denn sein Unterleib, der hält nicht still.
Rasch muß er auf ´s Klo entweichen,
da schon Winde in die Hose schleichen.
Der Mensch auf diesem nun genüßlich hockt,
das Wohlgefühl im manches Ahh entlockt.
Spät, aber doch, kommt er zum Schluß,
das Allerbeste war der letzte Essgenuß.
Gedichtet am 4.1.1984 auf der Sparbacher Hütte
