Brandneu
Wiesn-Zähler
Namenstag
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Literatur - Satiren
Marienkron
vom 23. bis 30.4.2005
Mein erstes, aber nicht mein letztes Abendmahl
Bis auf den Stuhl, war der erste Tag schon sehr hart. Gleich nach dem Beziehen des Fastenszimmers, nur ein Bett, Tee, Mineralwasser und ein Jesuskreuz ging’s Frohenmutes in den Speisesaal. Dort saßen viele dickleibige Menschen. Vor dem opulenten Büffet standen sie in ihrer Abendrobe, Bademantel und Schlapfen, in Schlange. Nur ihre Figuren erinnerten mich eher an Kühe und Schweine. An den verschwitzen Gesichtern konnte man erkennen, daß diese Freßlinge direkt aus der Sauna kamen. Und so untergewichtig, luden Sie sich entsprechendes Genußmaterial, in Form von Butter, Speck, Mayonnaisen und andere bekannte Schlankmacher auf die dafür bereitgestellten Tellerchen. Bei diesem Anblick begann ich mich gleich sauwohl zu fühlen, bis mich eine Damenstimme sanft aus meinen Träumen riß. Grüß Gott, sie sind der Hr. Schulz, kommen Sie mit mir ich zeige Ihnen ihren Platz. Vorbei ging’s an den sich vor Essen biegenden Tischen in den dahinterliegenden Saal. Der Raum war leicht abgedunkelt, nur Tischkerzen gaben dem schaurigen Rahmen ein bißchen Wärme. Mein Platz war irgendwo am Rande mit dem Gesicht zur Wand. Aha. In Augenhöhe hing wieder ein Christuskreuz und auf dem Teller befand sich vorerst einmal nichts. Natürlich stand wieder eine Kanne voll des köstlichen Entschlackungstees auf dem Tisch. Dann waren da noch ein Kuvert und ein Mundtuch. Auf dem Umschlag standen meine Daten, wie auf einem Grabstein. Nur die letzte Eintragung fehlte noch. Als ich die Schriftzeichen auf dem Umschlag sah, veränderte Sich mein Gesichtsausdruck jählings. Da stand doch glatt drauf: SED. Das erinnerte mich nicht nur an diese sinnlose marxistische Staatspartei, sondern gemahnte mich sogleich an Verfall, Gefängnis und Tod. Wie ich mich so umschaute, bemerkte ich, daß ich war ganz allein meinem Schicksaal überlassen war. Die Schwester Kellnerin stellte mir alsbald unaufgefordert eine Brotschleimsuppe vor die Nase. Meine Augen begannen zu leuchten, es war ja an diesem Tage die erste halbfeste Nahrung, die ich zu mir nehmen durfte. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. So auch in diesem Fall. Wie sich erst später herausstellte hatte ich mit dieser Schlatzsuppe noch Glück, da das köstliche Abendmahl ja um 19 Uhr endete und nicht, wie ich dachte, begann. Gewicht am Abend 137,5 kg.
Die erste Nacht ohne Alohol war eher nicht Meins. Bis ich dann in der Früh eingeschlafen war, hatte mittlerweile schon meine Unterwassergymnastik begonnen. Das „vielen Dank, wir sehen uns also morgen wieder“, habe ich gerade noch mitbekommen. Nachdem die Nixen dem heilenden Quell entstiegen waren, senkte sich der Wasserspiegel rapide, was mich aber nicht davon abhielt noch ein Weilchen delphinartig zu tummeln. Mit so neu eingehauchter Lebensenergie betrat ich alsbald wieder die Gruft, vulgo Speisesaal. Mein köstlich riechendes Schleimsüppchen schmeckte wieder einmal vortrefflich. Nur das ungesüßte und das Obers entbehrende Kaffeegetränk kränkte ein bißchen meinen Gaumen. Aber, was uns nicht umbringt, macht uns matter, sagte schon Schiller. Apropos. Dann sagte er auch noch: der Körper ist dein Attentäter. Er sprach auch von Schmerzattacken. Aber nicht im Zusammen hang mit Hunger. Und dann war da noch die Schillersche Wette: "das wollen wir doch einmal sehen, wer wen über den Tisch zieht, der Geist den Körper oder der Körper den Geist".
Was meinen Fall betrifft, hatte der Körper mit seinen lächerlichen 137,5 kg nur ganz leicht die Oberhand. Aja. Die Schwester Kellnerin, wir wollen sie ab nun nur die Oberin nennen, versprach mir bis zum Mittagessen zu fragen, ob ich nicht doch ausnahmsweise ein zweites Täßchen dieser köstlichen Getreidesuppe erhalten könnte. Ich glaube sie hatte einen Gewissenskonflikt, einen Mitmenschen, bei diesem Leibesumfang, so zu quälen. Das machte bei mir Gedanken an ein erhöhtes Trinkgeld frei. Und was sagte Schiller noch:"Der Starke ist am mächtigsten allein". Also ging ich aufs Zimmer, dort erwartete mich ja auch noch genug Arbeit, sprich: Ablenkungsprogramme. Fast hätte ich schon wieder eine Massage versäumt. Die Masseurin hat gemeint, ich solle mich ruhig eine Stunde hinlegen. Das hatte mir aber wieder der Arzt verboten. Außerdem kollidierte die Muße mit der Aerobicstunde. Dreimal am Tag zu spät kommen, ist am ersten Tag einfach zuviel. Hmm, wo war ich stehengeblieben. Ja einfach irgendwo im Park. Da ich seit fast zwei Jahren keinen Sport mehr gemacht habe, war ich nach dieser Hampelmannstunde mehr als erschöpft. So hatte ich jetzt plötzlich mehr Zeit mich meiner neuen Leidenschaft, nämlich der Vogelkunde, zu widmen. Herrlich diese Parklandschaft mit den vielen alten knorrigen Bäumen. Hier tobten sich die Buntspechte so richtig aus. Von jeder Seite hörte man: Drrrrrrrrre, drrrrrrrr, drrrrrr. Was sagte hier wieder der alte Schiller: "Früh übt sich, was ein Meister werden will". Gewicht 137 kg.
Die zweite Nacht ist, außer einem kleinen Zwischenfall, eher ruhig verlaufen. Es muß so um 4 Uhr Früh gewesen sein, daß ich im Halbschlaf davon träumte in einem Weiher in Mönchhof eine Ente gewesen zu sein. Da sah ich einen herrlichen, fetten Regenwurm. Und gerade wie ich mit voller Gier in diesen hineingebissen hatte, wurde ich urplötzlich und unsanft aus dem Schlaf gerissen. (Wenn ich die Dinge aus dem heutigen Wissensstand klären müßte, wüßte ich genau, daß es schlicht und einfach Hunger war.) Im Halbschatten, denn das Licht war nicht eingeschaltet, erkannte ich eine junge Burgenländerin (weil sie mir auf burgenländisch mitteilte, daß sie "itzn den Solzwickel ins Bett einilegn miaßat") die mich mehr, oder weniger zwang, das Bett zu verlassen. Ich war wie in Trance und hatte ja noch den fetten Wurm zwischen meinen Zähnen, was dieser aber gar nicht auffiel. Und was hätte Schiller an dieser Stelle gesagt: "Es kann der Frömmste nicht in Frieden essen, wenn es der bösen Burgenländerin nicht gefällt". Ich nützte diese Auszeit, stolperte ins Klo und kam alsbald verrichteter Dinge zurück. Der Halbkurschatten stieß mich rücklings auf das Nagelbrett. Zumindest kam es mir im ersten Augenblick so vor. Ich begrub unter mir einen eiskalten Wickel, den sie mir, als ich gerade wieder aus dem Koma zu mir kam, mit einer schnellen Bewegung um den ganzen Bauch schlang. Jetzt erst ließ ich den Wurm los, da ich daß geöffnete Maul zum Schreien brauchte. Darüber erschrak mein Halbkurschatten so sehr, daß sie sich bei mir entschuldigte. Ich schlief trotzdem alsbald ein. Vorher verzehrte ich noch genüßlich meinen halbangebissenen Wurm.
Zur Unterwassergymnastik kam ich wieder zu spät. Ich bestrafte mich anschließend mit noch 10 Längen Kraulen. Dann hetzte ich gleich zum sogenannten Nichtfrühstück. Langsam fing mir von dem dünnen Brotsüppchen zu ekeln an. Aber zum brechen war hier einfach zu wenig da. Und außerdem war schon wieder der nächste Termin fällig. Ein Auslaugbad. Ein Stündchen durfte ich regungslos in einer Salzlauge liegen. Da fiel mir wieder ein, daß ich schon lange einmal einen Urlaub am toten Meer verbringen wollte. Dies alles wurde mit einfachen Zeitschaltuhren bewerkstelligt. Da sich aber in dieser Abteilung viele Badekammern befanden, läutete es fast un unterbrochen. Und die burgenländische Badenixe rannte wie wild umher, immer wieder falsche Türen öffnend. Dies wurde ihr umso mehr erschwert, da ich dauernd rief: Hollywood!! Hollywood!!!! Irgendwann einmal schrie dann alle, immer wenn eine Uhr läutete: Hollywood!!! Hollywood!
Beim anschließenden "Walkrun" hatte ich leider eine Begegnung der dritten Art. Weil mir zwei wild kläffende Hunde leid taten, trat ich zu dem Zaun vor den Zwinger. Da brüllte mich von hinten eine Stimme eines Ur-Eingeborenen an: was ich da zu suchen hätte. Auf so was reagiere ich eigentlich nie, so auch in diesem Fall.Nach einer Weile drehte ich mich langsam um und fragte den Ansässigen, wie er denn hieße und ob das sein Haus sei? Er belehrte mich nur, daß man nicht zu einem fremden Haus zuwizugehn hätte. Na das sollte man all unseren Neuzuwanderern einmal hinter die Löffel (diese Ausdrucksweise ist nur wegen Ostern gewählt) schreiben, oder besser gesagt, einritzen. Ich spulte trotz dieses Zwischenfalls mein Übungsprogramm ab. Alles zusammen war das eine Stunde komprimierte Bewegung. In meinem Burgverlies angekommen, holte ich meinen Zimmerschlüssel beim Empfang ab, um mich etwas zur Ruhe zu begeben. Jedoch siehe da, der Schlüssel paßte nicht. Auch nicht mit Gewalt. Das machte mich ein wenig grüblerisch. Gott sei Dank i kam just zu diesem Zeitpunkt ein Mann aus der gegenüberliegenden Türe, der mir den Ratschlag gab, die beiden Nummern zu überprüfen. Doch siehe da, überraschenderweise stimmte die Schlüsselnummer mit der Zimmernummer überein. Doch wie sagte schon der 200 Jahre alte Schiller, als er noch lebte: "Durch diese hohle Gasse muß er kommen!“. Heute haben leider von ihm diese Weisheiten keine Wichtigkeit mehr. Aber, wenn ich das getan hätte, hätte ich schon wieder ein Zitat vom Hr. Schiller anwenden müssen, nämlich: "Die Axt im Haus erspart den Zimmermann!“. Aber ich wollte ja noch ein paar Tage bei der heiligen Maria bleiben. Also schlurfte ich ohne Schlapfen, denn diese hatte ich in Wien vergessen, das Zahnputzzeug ebenso, unverrichteter Dinge zurück, zu den lieben Empfangsdamen. Ich erklärte Ihnen den Fall und sie waren vorerst auch ratlos. Unter Beiziehung einer Schwester Oberin (nicht zu verwechseln mit meiner Kellnerin) klärte sich der Fall für beide Seiten mit einem Knalleffekt auf! Der Schlüssel, den man mir überreichte, war schlicht und einfach ein Fahrradschloßschlüssel, den man schon lange gesucht hatte. Zum Ausruhen kam ich jetzt auch nicht mehr, da meine Massage nicht auf sich warten ließ. Gewicht 136,5 kg.
Morgenstund hat Gold im Mund. In meinem Fall leider nur ein Glas voll mit aufgelöstem Bittersalz, da mich ja um elf Uhr ein Einlauf erwartete. Ausgelaufen bin ich leider schon früher. Eigentlich ziemlich gleich danach. So konnte ich mir wenigstens das Badezimmer etwas genauer ansehen, wer macht das schon im Urlaub. Echte Schwierigkeiten bekam ich erst bei der anschließenden Unterwassergymnastik. Das auf die Zehenspitzen stellen, oder abrollen der Füße ging ja gerade noch. Aber bei dem seitlichen hochziehen der Beine bedurfte es all meiner arschseitigen Muskelenergie um nur ja keine Flankerln ins Wasser zu lassen. Das hatte natürlich den Vorteil, daß ich meine Gesäßbacken mit aller Energie zusammenzwicken mußte, was natürlich wieder eine nicht gewollte Straffung meines Hinterteiles zur Folge hatte. Des Abends in der Sauna pfiffen mir jetzt auch die jüngeren Männer nach. Hier fiel mir wieder ein Schillerzitat ein: „Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt!“. Um 14 Uhr bekam ich dann endlich den Einlauf, der mehr als eine halbe Stunde dauerte. Bei den Anfangsschmerzen schwor ich mir, niemals schwul werden zu wollen. Laut Auskunft der Schwester war ich nämlich noch Jungfrau. Am späteren Nachmittag borgte ich mir dann ein Rad aus und strampelte nach Frauenkirchen. Als täte mir mein Hintern nicht äh schon genug weh. Vorher fuhr ich auch einmal mit einem Rad ein paar Runden durch den Park. Wie sich später herausstellte, war das ein Privatrad. Beim zweiten Versuch dieses zu besteigen, nahm es mir der Unbekannte nämlich einfach weg. Da ich den berühmten Paradeisanbaubauer Stekovich in Frauenkirchen besuchen wollte, fragte ich den ersten Einheimischen, der mir dort begegnete, um den Weg. Der antwortete lakonisch, daß der sicherlich nicht in dieser Gasse sei und überhaupt, er ginge ja nie ins Wirtshaus und schmeiße auch kein Geld in die Automaten. Ich glaube der Mann war nicht sehr kompetent. Gewicht am Abend 136 kg.
Die Zeitumstellung hat ja so seine Tücken. Bei der Armbanduhr ist das ja gar kein Problem, aber beim lebenswichtigen Fernseher schaut das gleich ganz anders aus. Wenn mir der Hausarbeiter am nächsten morgen nicht mitgeteilt hätte, daß man den Fernseher nur einmal ein und ausschalten müßte, hätte ich mir auch das Abbrechen des vorderen Plastikschutzteiles erspart. Jedes Mal schwört man sich, daß es diesmal keine Zeitprobleme geben werde. Heute morgen war ich das erste Mal rechtzeitig in der Schwimmhalle. Ha, noch keiner da. Das erfüllte mich mit Freude. Etwas später kam dann eine Dame, die mir auf meine kundgetane Wichtigtuerei höflich erklärte, daß am Sonntag niemals eine Morgengymnastik stattfände. Auf zum Frühstück und dann gleich wieder den nächsten Programmpunkt abarbeiten. In der Gymnastikstunde bekam ich den Spitznamen: "Das gilt auch für Sie dahinten!“. Um 14 Uhr war ich pünktlich zum „Mordic Walking“ gestellt. Ich mußte dann ungefähr ein eineinhalb Stunden warten, weil auch laut Plan das Wandern mit Stecken erst um 15 Uhr 30 angesetzt war. Also beschloß ich in das Vogelnaturschutzparadies Ilmitz zu fahren und kam natürlich prompt wieder zu spät zurück.
Die sex Damen standen schon hinter dem Geräteschuppen, übten Dehnübungen und fuchtelten dabei wild mit den Stecken in der Gegend herum. Unter dem Motto: Ihr Männer, kommt uns ja nicht zu nah. Ich entschuldigte mich für meine Verspätung, noch dazu ohne Stöcke. Ein Kugelblitz in Form einer Frau trat auf mich zu und belehrte mich, daß ich auch mit Stöcken hier nichts zu suchen hätte, da es sich um einen Fortgeschrittenenkurs handle. Als ich mich so in der Runde umsah, bemerkte auch ich, daß die Damen ja wirklich einen fortgeschrittenen Eindruck machten. Ich verließ, unter lautem Fluchen, die Szene und beschloß, um die „Lange Lacke“ herum, radzufahren. Herrlich diese Vogelwelt. Daß die Vögel, bei soviel Einsatz von Muskelkraft, noch Zeit zum zwitschern hatten, faszinierte mich immer wieder.
Die tägliche Schleimsuppe habe ich zu Mittag in eine Portion Reis und am Abend in gedämpfte Kartoffeln mit Karotterln eingetauscht. Das Gewicht weiß ich heute leider nicht. Der 5. Tag begann sehr spät. Das Nachtprogramm ließ mich sehr lange aufbleiben. Die Gymnastik war ebenso wie das Frühstück, sehr magenschonend, aber wirksam. Danach noch etwas traben im Wald. Die Hasen waren leider noch immer schneller. Ach so, die haben ja 4 Läufe. Meine neue Leidenschaft, die Vögelkunde, führte mich drei stundenlang in das verwunschene Reich des Seewinkels, genauer gesagt wieder an die „Lange Lacke“. Es ist schlicht und einfach ein Paradies, was Gott hier vom Himmel fallen ließ. Mit den besten Objektiven von Swarovsky bewaffnet, konnte ich dem Treiben vieler verschiedener Vogelarten, die mit zum Großteil noch unbekannt waren, zuschauen. Da war einer, der schraubte sich auf über 100 Meter hoch und zwitscherte ununterbrochen. Nach mehreren Minuten schraubte er sich wieder herunter und stürzte die letzen 30 Meter wie ein Stuka zur Erde herab, um sich kurz vor dem Aufprall in eine Gleitposition zu begeben. Jetzt war ich eigentlich sehr glücklich nicht mit dieser Tussi mir einen „Jonny Walker“, vulgo „nordischen Geher“, abstrampeln zu müssen. Ich hätte ihr sicherlich die pseudo Skistöcke zwischen die Haxen gesteckt und mich gleich danach für meine Ungeschicklichkeit, da ich ja noch Anfänger war, entschuldigt.
Mein Gewicht weiß ich heute auch wieder nicht. Da ich halbwachend die Nacht verbracht hatte, weil ich auf diesen unseligen Salzwickel gewartet hatte, wurde ich pünktlich um 4 Uhr Früh erlöst. Und zwar von wem. Sie haben’s schon erraten von dem Kugelblitz, meiner geliebten „Mordic Walking“ Lehrerin. Nachdem ich den eiskalten Wickel mit einer Todesverachtung über mich ergehen ließ, schlief ich ermattet um 6 Uhr Früh ein. Die Wassergymnastik hab ich, selig schlafend, verschlafen. Nach der dünnen Suppe, die ich mir statt der dicken Suppe einverleibte, mampfte ich noch ein hartes Ei. Im Auslaugbad fiel mir leider kein Text zu meinem neuen Lied ein. Scheinbar war ich wirklich schon zu ausgelaugt.Am letzten Tag wurde ich später doch in, „Nordic Walking" 1 Teil, eingeführt. Aufwärmen der Stöcke zehn Minuten. Dann 35 Minuten Skistöcke nachschleifen lassen. So hatten wir wenigstens das Laub im Park zu-sammengerecht. Der Gärtner hat unserer Vorwalkerin danach ein Trinkgeld überreicht. Dann wieder zehn Minuten Stöcke abkühlen. Beim Stöcke nachschleifen am Beton sind diese nämlich ganz schön ins Glühen gekommen. Zu Mittag vorletzte Schleimsuppe. Ich hab diese mit viel Salz und einem harten Ei gestreckt. So hab ich wenigstens nicht gespieben. Des Nachmittags stand „Langsames Laufen" am ProGramm. Wir waren zu zweit. Nach einer Minute verabschiedete sich der Rest der Gruppe. Das Tempo war der Dame, die auch schon einen Marathon gelaufen ist, einfach zu langsam. Wir hatten es dann eine Stunde sehr, sehr lustig, da wir uns auch schweinische Witze erzählen konnten. Das letzte Abendmahl habe ich auch unbeschadet überstanden. Abreise Mittwoch Mittag, den 30.04.2005.Gewicht 135 kg. Ziel erreicht. Insgesamt habe ich in den 7 Tagen fast drei Kilo abgenommen.
Jetzt kann ich endlich wieder mein Lulu sehen, wenn ich mich nach links drehe und in den großen Wandspiegel schaue.
Ente
Die genannten Sprüche stammen allesamt aus Schillers Freiheitsdrama?
