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Met | Honigwein
Weine - Weinsorten
Met ist ein Honigwein mit einem Alkoholgehalt zwischen 12 und 14 Prozent. Wie man aber bei der Herstellung von Traubenwein unendlich viele Sorten ausbauen kann, so ist dies auch bei der Metbereitung möglich.
Großen Einfluß auf den Metgeschmack haben Honigsorte, Resthoniggehalt, Alkoholgehalt, Hefesorte und Säureanteil.In der Metflasche ist sich genaugenommen nur ein großes Stück Natur. Überhaupt steht Natur bei Met obenan. Um Met zu gewinnen braucht man keine pflanzlichen Monokulturen, aus denen man die Getränkegrundstoffe erzeugt. Um Honig zu bekommen, fliegt die Biene von Blüte zu Blüte, sammelt feinste Tröpfchen von Nektar und bestäubt gleichzeitig Millionen von Pflanzen. Der Biene ist es zu verdanken, daß viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen überhaupt noch erhalten sind. Viele Tiere, allen voran die Vögel, ernähren sich von Beeren, die erst durch die Blütenbestäubung der Biene entstanden sind.
Wie Ihr leicht erkennen könnt, steckt in Met eine ganze Menge Natur- und Kulturgeschichte. Vielleicht ladet Ihr einmal Freunde zu einem Germanenabend mit Met ein und erfährt so einige Freuden unserer Uhrahnen.
Jeden Tag ist Mettag beim „Ur" Schulz. Met gibt es bei uns in zwei verschiedenen Sorten. Trocken und lieblich. Kredenzt wird er in einem Tonbecher. Bringt Euch Euer eigenes Metgefäß mit, Ihr werdet es nicht bereuen.
Einen Guadn wünscht Euch Euer
Schulzenwirt
Vater der Wiener Bierszene
„Ur" gut
Die Sage
Der weise Kvasir, der aus dem Speichel der Asen und Wanen geschaffen worden war, unternahm weite Wanderungen, um Menschen Wissen zu lehren. Er war nämlich so klug, daß niemand eine Frage an ihn stellen konnte, die er nicht zu beantworten vermocht hätte. Auf seinem weiten Weg kam er auch zu den Zwergen Fjalar und Galar. Diese taten, als wolltensie ihm ganz allein, von allen anderen unbelauscht, verschiedene Fragen stellen; in Wahrheit führten sie jedoch eine arge Untat im Schilde. Sobald sie mit Kvasir allein waren, erschlugen sie den Ahnungslosen, ließen sein Blut in den Kessel Ödhrörir rinnen und vermischten es mit Honig. Der Trank, der auf diese Weise entstand, verlieh jedem, der davon genoß, die Gabe der Dichtkunst. Um ihr Verbrechen vor den Asen zu verheimlichen, erklärten sie diesen, Kvasir sei in der Überfülle seines eigenen Verstandes ertrunken.
An diese Übeltat fügten die heimtückischen Zwerge alsbald eine zweite. Auf ihre Einladung hin kam der Riese Gilling samt seinem Weib zu ihnen auf Besuch. Sie luden Gilling zu einer Bootsfahrt auf das Meer ein und steuerten absichtlich auf eine unterirdische Klippe, so daß Gilling, der des Schwimmens unkundig war, ertrinken mußte. Als sie dann nach Hause kamen, berichteten sie Gillings Weib, daß Gilling ein Opfer des Meeres geworden sei; sie forderten sie auf, mit ihnen an den Strand zu gehen, weil sie ihr von dort die Unglücksstätte zeigen wollten. Die Riesin ging auf diesen Vorschlag ein, aber sobald sie aus der Tür hinaus ins Freie trat, ließ ihr Galar, der auf dem Dache oberhalb der Türe lauerte, einen Mühlstein auf den Kopf fallen, so daß auch sie den Tod fand. Gilling hatte aber einen Sohn, den Riesen Suttung, und als dieser erfahren hatte, wie die beiden Zwerge seinen Eltern mitgespielt hatten, brach er sogleich auf, um sie zu rächen. Er kam unvermutet über die beiden Brüder und ergriff sie, bevor sie flüchten konnten. Dann brachte er sie im Boot auf eine Schäre, die bei Flut stets vom Wasser überspült wurde, und setzte sie dort aus. Als die beiden Brüder den Tod vor Augen sahen, bettelten sie bei Suttung um ihr Leben und erboten sich, ihm den aus Kvasirs Blut hergestellten Trank auszuliefern. Suttung ahnte, welche Kostbarkeit dieser wunderbare Met war und nahm die Buße an. Um des Trankes, den er so erhielt, ganz sicher zu sein, verbarg er ihn zu Hnitbjörg, das heißt Schlagfelsen. Zur Hüterin des Dichtermetes bestellte er Gunlöd, seine Tochter.
Die Geschichte
Met wird der aus Honigen zubereitete Wein genannt. Zur Geschichte des Met: Unser heutiges Wort „Met" entstammt dem indogermanischen „Madhu", was soviel wie süßer Trank bedeutet. Die Herstellung und der Genuß von Metist eines der ältesten nord- und mitteleuropäischen Kulturmerkmale. Ein Erklärungsmodell für die frühe Erfindung des Honigweins bei den Germanen ist die ungenügend luftdichte Lagerung von Pollen. Pollen wurde nämlich wie frühgeschichtliche Ausgrabungen gezeigt haben, von den nordischen Völkern zur Verhinderung des Skorbut während des Winters und auf längeren Schiffsreisen reichlich eingenommen. Da die Bienenhaltung in holen Bäumen betrieben wurde, konnte Pollen nur aus gebrochenen Waben geerntet werden. Diese Pollenvorräte wurden mit Honig überschichtet, um sie vor dem Verderben zu bewahren. Wurde nun einmal ungenügend reifer(zu wasserhaltiger) Honig zum Überschichten genommen, oder wurde ein Lagerkrug undicht und konnte der Inhalt aus der Umgebungsluft Wasser ziehen, so setzte eine Spontangärung ein. Im laufe des Gärprozesses entsteht enzymatisch weiteres Wasser, Kohlendioxid und Alkohol. Ab einem bestimmten Alkoholgehalt ist die Gärung an ihrem natürlichen Ende angelangt. Der Pollen behält seine reiche Wirksubstanz aus Eiweißen und Vitaminen und der Alkohol tritt geschmacklich und wirkungsmäßig voll zu tage. Somit war unbeabsichtigt Met entstanden. Über tausende von Jahren glaubten unsere Vorfahren ob der „Spontangärung" Met sei ein Geschenk der germanischen Gottheiten. Met war in der vorchristlichen Mythologie der Trunk des Festes und der Freude. Met in seiner Süße erschien ihnen wie Göttertrunk, der die Menschen bei ihren Festgelagen mit den Göttern in Verbindung brachte und mit dessen Hilfe göttliche Kraft auf Menschen übertragen werden konnte. Als aufgeklärte Menschen des 20. Jahrhunderts erscheint uns somit der Sieg der Germanen über die römischen Legionen des Varus verständlich. Recht wenig Verständnis für die Unbesiegbarkeit der germanischen Horden hatte jedoch die römische Staatsregierung jener Zeit, die den Verlust eine ganzen Armeen Germanien zu beklagen hatte. Nichts desto trotz lernte man in Roma die Köstlichkeit germanischen Mets zu schätzen. Vereinzelte geraubte Metkrüge erhielten begeisterte schriftliche Erwähnunn Analen der römischen Geschichtsschreibung. Met erhielt an römischen Festtafeln einen Ehrenplatz neben den billigeren aus Weintrauben gekelterten Getränken. Aufgrund der erheblich einfacheren Herstellung, blieb jedoch der mediterrane Wein ausWeintrauben auch nach dem Zerfall des römischen Reiches mengenmäßig Tafelgetränk Nummer 1. Unter Karl dem Großen erlangte Met eine Art Wiedergeburt. Als Festgetränk durfte es an keiner kaiserlichen Festtafel fehlen. Seit jener Zeit wurde es auch verstärkt durch Klosterbrüder als Heilmittel und Heilmittelträger (Zusatz von Kräutern) eingesetzt. Die aufkommende Bierbrauerei war jedoch noch um einiges billiger in der Herstellung alkoholischer Getränke, als die Herstellung von Traubenweinen, so daß nunmehr Bier zum vorherrschenden Getränk avancierte.
Seit jenen Tagen geriet der kostbare Met mehr und mehr in Vergessenheit. Durch den Dreißigjährigen Krieg wurde die deutsche Bienenzucht vernichtet und mit ihr auch die Metbrauereien. Das Wiederaufkommen des Mets als Volksgetränk wurde noch dadurch erschwert, daß das Brauen von Bier aus Gerste und Hopften rasch einen großen Aufschwung nahm und das Bier, wie bekannt, bis auf den heutigen Tag viele Liebhaber fand. Erst im neunzehnten Jahrhundert, als sich die Bienenzucht wieder hob, wurde Versuche gemacht, den Met in Deutschland wieder zu Ehren zu bringen, leider aber ohne großen Erfolg. Die Kunst der Metherstellung wurde zwar von Imkergeneration zu Imkergeneration tradiert und ist auch nie ganz erloschen, aber andere Produkte der Imkerei wie Bienenwachs, Blütenpollen und Honig standen seither im Vordergrund des Interesses der Bienenhaltung. Met ist aber nach wie vor ein gesundes und äußerst schmackhaftes Getränk, das Kräfte weckt und der Verdauung auf die Sprünge helfen kann.
Die Herstellung
Met setzt der Imker an, indem ein Teil Honig mit zwei Teilen Wasser versetzt wird. In einem meist bis zu zwei Jahre währenden Gärprozeß
wird von Hefen die Süße des Honigs zu Wasser, Kohlendioxid und Alkoholumgesetzt. Hierbei kann eine Spontangärung stattfinden,
soweit es sich um nicht wärmegeschädigten naturbelassenen Honig
vom Imker handelt. Es ist aber auch möglich, Edelhefen aus Reinzuchten einzusetzen und somit einen Teil des späteren Geschmacks zu beeinflussen. Unsere Vorfahren bereiteten den Met, indem sie den in
den riesigen Wäldern Deutschlands massenhaft vorkommenden Bienenhonig einfach mit Wasser verdünnten. Der französische Name ‘Hydromel', d.h. Honigwasser, ist
daher sehr richtig.
Durch Gärung gewann der Met wesentlich an Geschmack und wurde so das Nationalgetränk der trink-frohen Germanen. In ihren Liedern und Sagen konnten sie den Met nicht genug verherrlichen. Das Prinzip der Metbereitung besteht einfach darin, daß die im Honig enthaltenen Zuckerarten Traubenzucker und Fruchtzucker durch Gärung in Alkohol umgewandelt werden. Durch den Einsatz von verschiedenen Honigsorten hat eine Metkellerei meist mehr Möglichkeiten, den Geschmack von Met zu variieren, als der Winzer durch den Einsatz von verschiedenen Traubensorten. Man denke nur an die intensiv schmeckenden Honigsorten wie Wald, Edelkastanien, Linden, Buchweizen, oder Heidehonig. Gerade diese Sorten bringen einen Großteil des Aromas in den Met, während andere Honigsorten wie z.B. Raps oder Sommerblütenhonig eher die Fülle bringen. Da der Mensch ein ausgeprägtes Süßempfinden hat, ist die Restsüße im Met von herausragender Bedeutung. Während der Gärung wird der imHonig vorhandene Zucker in Alkohol umgesetzt. Wenn die Hefen nur einen des Zuckers vergären, bleibt Zucker aus Honig im Met vorhanden und er schmeckt mehr oder weniger süß. So spricht man von einem trockenen, halbtrockenen, herben oder lieblichen Met. Das Weingesetz läßt auch die Zugabe von gebranntem oder karamelisiertem Honig zu. Daß Met auf der Grundlage eines so stark im Wert vermindertem und geschmacklich völlig veränderten Honigs nicht mehr von guter Qualität sein kann, ist leicht nachvollziehbar. Met wird deshalb nur aus hochwertigen Qualitäts Honigsorten hergestellt.
Ursprüngliche Herstellung:
Honiggefüllte Waben wurden mit Wasser angesetzt und längere Zeit vergoren. Die Inhaltsstoffe gingen in den Met über. Moderne Herstellung: Der per Zentrifugalkraft aus den Waben geschleuderte Honig wird mit Wasser im Verhältnis 1:2 vermischt und für etwa drei Monate im Faß vergoren. Er wird anschließend mit Kräutern und etwas Hopfen abgeschmeckt.
Die Rezepte
Zum Geschmack von Met: Je nach verwendeter Honigsorte schmeckt Met jedes Mal wieder ganz anders. So ist Met keinesfalls immer süß im Geschmack. Met zubereitet aus Edelkastanienhonig ist beispielsweise herb-bitter. Und Heidehonigmet enthält das gleiche herbaromatische Bouquet, das auch den Heidehonig auszeichnet. Die kräftige Süße des Lindenhonigmets beruht auf den durchdringenden Aromen, die auch die lauen und schwülwarmen Sommerabende mit süßen Düften erfüllen. Von eher zartem Aroma hingegen sind die Metsorten aus den milden Blüten des Frühjahrs. Hier sind vor allem die Blüten der Obstbäume, des Weißdorns und des Rapses bestimmend. Eine Spezialität ist noch Met aus Waldhonig. Während im Honig des Waldes durch den malzigen Geschmack die harzigen Aromaten nahezu völlig überdeckt sind, kommen sie nach der alkoholischen Umsetzung wieder zu Tage und verleihen dem Met einen feinwürzigen und harzig angehauchten Geschmack, der aber wunderbar dezent im Hintergrund bleibt und sich nicht schwer auf die Zunge setzt.
Aus einem altdeutschen Rezeptbüchlein
Ein stärkerer Met wird auf folgende Weise gemacht: es werden 40 Pfundes besten Honigs mit 250 Pfund weichen Wassers in einem Kessel bis ungefähr auf die Hälfte oder ein wenig darunter eingesotten. Die hierauf abgekühlte und nur noch lauwarme Flüssigkeit wird in ein Weinfaß gegossen, welches inwendig mit Sauerteig bestrichen ist; oder es wird auch etwas Hefe zugesetzt, damit die Gärung beschleunigt wird. Dann näht man in ein länglich geformtes, plattes Leinensäckchen folgende Gewürze: 25g Nelken, 66g Zimt, Pfeffer, Ingwer und Paradieskörner je 16g, alles grob zerstoßen. Das Gewürzsäckchen wird in den Met hinein- gehängt und während der ganzen Gärungszeit darin gelassen. Nach der Gärung wird das Faß den Winter hindurch im Keller zugespundet gelassen, später wird der Met in ein anderes Faß abgezogen. Sobald er klar ist, kann er getrunken werden. Je älter der Met ist, desto besser schmeckt er.Genießen Sie Honigweine kalt, mit einer Trinktemperatur von ca. 8-10*C,oder kredenzen Sie im besonderen den lieblichen Met heiß. Achten Sie bitte Beim Erhitzen auf ein leichtes Aufschäumen des Met im Topf. Keinesfalls soll er aufkochen! Met Sorten bieten Ihnen außerdem viele Mixmöglichkeiten für fast alle Säfte, für kohlensäurehaltige Getränkesowie auch Spirituosen aller Art.
Warmer Met ist im Winter eine gute Glühwein-Alternative. Das Honiggetränk enthält keine Weinsäure und wird deshalb oft auch von empfindlichen Mägen vertragen. Der bekannte Naturheilpraktiker Sebastian Kneipp urteilte vor über einem Jahrhundert: „Met tut viel Gutes, er bewirkt einen guten Appetit, fördert die Verdauung, reinigt und stärkt den Magen, schafft ungesunde Stoffe weg, befreit von dem, was dem Körper nachteilig ist. Seine Wirkung ist sehr günstig auf das Blut, die Säfte, Nieren und Blase, weil er überall reinigt, auflöst und ausleitend wirkt. Für die Alten, so auch für uns ist Met ein Stärkungsmittel. Die Germanen erfreuten sich einer außerordentlichen Gesundheit und erreichten ein hohes Alter. Beides, Gesundheit und hohes Alter", fährt Kneipp fort, "verdankten sie besonders ihrem Met."
Die Verabreichung
Göttertrunk
Met pur, gut gekühlt bis eiskalt
Thronstürzer
Bei geöffneter Flasche im Wasserbad (AUF KEINEN FALL IN EINEN TOPF GIESSEN!!) erhitzen, nicht kochen! Ein echter Germanengrog!
Germanenturbo
Bei geöffneter Flasche im Wasserbad (AUF KEINEN FALL IN EINEN TOPF GIESSEN!!) erhitzen, nicht kochen! Neun Teile heißen Met und einen Teil kalten Bärenfang. Das ganze kann natürlich auch kalt getrunken werden.
Steinwerfer
Drei Teile Met und ein Teil Rum oder Wodka.
Schrittmacher
Ein Teil Met und ein Teil Sekt.
Met-Bowle
2 Flaschen Met und 1-2 Dosen Mandarinen oder Ananas 12 Stunden ziehen lassen. Mit 1-2 Flaschen Sekt und etwa 100ml blauer Engel (Curacao) auffüllen. Immer kühl bis eiskalt servier
Bereitung von Met
Aus: www .umweltundaktiv.de von Alexander Burggräf, Hofimkerei Artam, verfasst
Met - Honigwein. Die sprachliche Bedeutung geht wohl auf das indogermanische medhu, was soviel bedeutet wie Honig, zurück. Im verwandten Sanskrit bezeichnet das Wort madhu einen süßen, berauschenden Trank, bzw. Honig!
Schon seit ältester Zeit also bereiteten unsere Ahnen, sofern sie über genügend Honig verfügten, Met her. Die Verwandlung von Honigwasser in das berauschende und viel geschmackvollere Getränk machte den Met in der Mythologie unserer Vorfahren gar zu einem Geschenk der Götter. Honigwein wurde nicht nur auf Feiern getrunken, sondern diente einst auch als Trank der Götter in kultischen Handlungen. Selbst in der Edda sind detaillierte Beschreibungen enthalten. Bis ins Mittelalter hinein genoß der Met einen hohen Stellenwert. Auch in den Hochzeiten des Christentums in deutschen Ländern wurde Met von Mönchen hergestellt und gern getrunken. Schließlich benötigten Kirchen und Klöster eine enorme Menge Kerzen und somit Bienenwachs. Die hohe Anzahl der Bienenvölker in den Klöstern produzierte neben dem begehrten Wachs natürlich auch eine gewaltige Menge Honig, die von Mönchen zu einem Großteil vergoren wurde.
Neben dem Kultstatus wurde Met auch als Heilmittel gegen die unterschiedlichsten Krankheiten verwendet. Honig und Met besitzen schließlich eine antibakterielle Wirkung. So schrieben ihm bereits antike Lehrbücher Heilkräfte gegen Magen- und Darmbeschwerden oder Erkrankungen der Atemwege zu. Man konnte ihn als Abführmittel verwenden oder gurgelnd Entzündungen bekämpfen. Schließlich wurde Met auch häufig als Süßungsmittel für bitter schmeckende Arzneimittel verwendet.
Bereitung von Met
Die Metbereitung ist einfach. Im Prinzip wird Honig und Wasser zu je gleichen Teilen vermengt und sodann vergoren, dies jedoch lediglich prinzipiell und theoretisch. Da nach meiner Überzeugung ein Met, egal ob im Sommer gekühlt oder im Winter über dem Feuer erwärmt, unbedingt zu Jahreskreisfeiern oder anderen besonderen Festen gehört, folgt hier nun eine Rezeptur für die Herstellung von Honigwein:
Honig allein - auch wenn er flüssig ist - zur Gärung zu bringen ist nicht ganz unkompliziert, da die Zuckerkonzentration sehr hoch ist. Sie liegt in etwa bei 78 - 80%. Diesen enormen Zuckeranteil verringert man durch Verdünnung mit Wasser auf einen Zuckergehalt von ca. 30%. Ist das erreicht, kann eine Gärung optimal vorgenommen werden. Hierbei entsteht bis zu 17% Alkohol. Für den gewerblichen Honigweinbereiter ist ein Mischungsverhältnis von 1 Teil Honig zu 2 Teilen Wasser vorgeschrieben. Der Heimweinbereiter kann dieses Verhältnis auf 1:3 oder sogar 1:3,5 ausdehnen, wobei die Vergärung Leiter ist. Diese Weine gären meist komplett durch und können bei Bedarf nach der Gärung mit Honig nachgesüßt werden. Um eine optimale Vermischung von Honig und Wasser zu gewährleisten, empfiehlt es sich beides auf ca. 40-50 Grad zu erwärmen. Den Honig erwärmt man vorsichtig im Wasserbad (nicht zu heiß, da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen). Nach erfolgter Abkühlung des Gemisches auf ca. 20 Grad gibt man die Milchsäure, das Hefenährsalz, das Weizenmehl und die Reinzuchthefe hinzu. Da Honig allein so gut wie keine gärfördernden Stoffe enthält, muß man das Mehl hinzugeben. Das Mehl setzt sich nach erfolgter Gärung zusammen mit den Hefezellen am Boden ab.
Alternativ kann ein Zusatz von frischem Apfelsaft den Gärungsprozeß fördern, ist aber nicht unbedingt erforderlich. In diesem Fall ist es sinnvoll, in dem Saft ca. 4 - 6 Tage vor Ansetzen des Weines die Reinzuchthefe zu vermehren. Dazu gibt man den Saft zusammen mit der Reinzuchthefe in eine Flasdhe und verschließt diese mit einem Wattebausch.
Nun wird das Gärgefäß gärvoll gemacht. Hierzu werden in dem Gefäß mindestens 10 Prozent Steigraum belassen. Das Gefäß wird nun mit einem Gärrohr verschlossen und bei gleichbleibender Zimmertemperatur vergoren.
Gegen Ende der Gärung sollte das Gefäß täglich geschüttelt werden. Nach vollständigem Gärende wird das Gefäß kühl gestellt und die Klärung des Weines abgewartet. Dies sollte nicht länger als 2 - 4 Monate dauern. Nach vollständiger Klärung muß der Wein noch von der Hefe abgezogen und, falls gewünscht, geschwefelt werden.
Der Met ist nun fertig und kann bei Bedarf mit Honig nachgesüßt werden. Der Imker empfiehlt allerdings bereits im Vorfeld festzulegen, ob ein süßer oder herber Met das gewünschte Ergebnis sein soll. Denn auch bei Honigwein lassen sich verschiedene Geschmacksrichtungen von lieblich bis herb erzielen. Ausgangspunkt dafür ist lediglich die Wahl des richtigen Honigs! Met aus Rapshonig schmeckt nun einmal anders als Honigwein aus Tannen- oder Kastanienhonig!
Viel Spaß beim Probieren und sehr zum Wohle bei der Verkostung!
Rezeptur für 10 Liter Metansatz:
3 Kilo Bienenhonig
1 Liter Apfel- oder Traubensaft (selbst hergestellt oder gekauft)
7 Liter Wasser
4 Gramm Hefennährsalz
40 Gramm Milchsäure (bei Eigenverbrauch, nicht unbedingt erforderlich)
10 Gramm Weizenmehl
Eine Kultur Reinzuchthefe (Rasse Portwein, Samos, Malaga)
www.honighaus.at
Nach Voranmeldung erklärt Ihnen "Bienenkönig" Karl Frasl, wie der Honig ins Glas kommt und zeigt Bienenstöcke aus Glas, den Wild- und Solitärbienenstand, den modernen Schleuderraum, die Werkstätte, den Abfüllraum und die eigene Kerzenerzeugung. Dauer 1 1/2 Stunden. Tel 0043 / 0/72608290. E-Post:
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A-4392 Dorfstetten, Forstamt 65
