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Begriff Erklärung Beispiel
aStück von etwas < einEin Sack a zwanzig kg“
a aauch ein I kenn an, der a a Weinderl måg“
à Fix Laudon Stern     Ausruf des Erstaunens > ärgerlich > fix > Kruzifix > Laudon Feldmarschall bei Maria Theresia  
à Fliagn                       Lockvogel, der bei Straßenhändlern sich unter das Publikum mischt und den ersten Kauf tätig um die Umstehenden zu animieren 
à Flohtrücherl              Flohtruhe < kleines Bett Scherzwort 
à Fårferl                   mhd. varvel1) junges, unerfahrenes Mädchen, einfältig 2) auch eine alte Wiener        Suppeneinlage (Reibteig)
aa/h1) auch. 2) ahh…Ausdruck der Erleichterung 3) er1) Du kannst mi aa. (Am Orsch lecken) Frage: Der aa? Adabei > auch dabei 3) båld is a d å
AarschålenEi < Die Eier < Aarschålen 
abaleiach beileibe nicht! > Leben 
Abc  †Abzugbier (nach den ersten drei Lauten ABC) 
abteil'neinen Scheitel machen Abteil´n mit Pomad und Rinderschmalz)
ach!     Empfindungswort der Ablehnung 
Achtadreißgerwågen   Straßenbahnlinie vom Schottenring nach Grinzing. Da 39 fuhr nach Sievering und der 37 nach Döbling auf die Hohe Warte. Vormals hatte der 36 seine Endstation bei der Barawatzkagasse. Es gab auch noch eine Verbindung bis zur Heiligenstädterstraße. 
Adabeiauch dabeieiner, der überall dabei ist und alles weiß. In Wirklichkeit wird er telefonisch über Neuigkeiten verständigt. Eigene Seite in ein Zeitung für Gesellschaftsnachrichten > Kiselak
AdaxlEidechse 
Adria-Kråg'n   †weitoffener, weicher Hemdkragen 
Adutt Trumpf im Kartenspiel  
Aff(n)Rausch > die Bewegungen eines Affen erinnern an einen Betrunkenen 
afrig mhd. afel   eitern
Aha/nja da schau her!Aha, des håb i ma denkt!
Ahndl/Ahn'l  Urahne > Urgroßvater o.-Mutter  
ahnd   schmerzlich > leid tunMir tuat's ahnd um mei Wean“
akk'rat                     akkurat > gleich > genau 
Akzidenzl     †  ein unbedeutendes Nebeneinkommen 
Alala                       tölpischer Mensch 
alan/ichalleine 
alla-kawalla auf großem Fuß leben > hoch zu Roß > wie ein stolzer Reitersmann 
allasansalles eins > etwas gleichgültig sein Heut is ma allasans“
allerhand das ist doch unerhört! 
Allianzbruder    †  Name für Reichsdeutsche Freunde 
AlmosenBettelgabe  
Alsterbachforelln    †Ratten im Alserbach. Der war ja früher offen. In ihm wurde ja auch die Wäsche gewaschen > siehe LådernympfenDas war die Trennlinie zwischen die Herüberen und dö entan Gründ. Also die jenseits der Als gelegenen Vorstädte. Näheres mit E-Post
Altedie eigene FrauGeh Alte, schau mi net so deppad an“
Altl/Alt'lBeigeschmack des alten Weines > eine gute Blume. Also mir ist heute nur bekannt, dass ein Alt´l ein mehr als unguter Beigeschmack ist. So wie stoppeln. Bei meinem Stammheurigen dem Dworschak (deutsch!) hat der Wein so gealt´lt, dass ich mir immer gewünscht hätte, er möge mir lieber ein Bier kredenzen. Heut ist der Taschler drauf, der seine Sache sehr gut macht. (Kahlenbergerdorf)
Alzerl/Alz'l ahd. Atzel mhd. atzenbisserl > gesprochen Äutsal > eine KleinigkeitDerf's a Alzerl mehr sein“
amihm > einem > auf dem Am Hund gekommen sein
amal/amoi/amoleinmal > ein unbestimmter Zeitpunkt > irgendwann  
Amant   lat.    Liebhaber 
Ambaschurl     † Mundstück bei Musikinstrumenten 
amendam Ende  
Amlett    †      Fleischerausdruck > Amulett 
AmurlLiebesverhältnis 
Amur     Liebe > Liebschaften haben 
an, anaeinen > in einem fort1) kannst ma an Schülling schenken! 2) ana håt immer des Bummerl
analeieinerlei, gleichgültig 
anananderzusammen 
anbandelnBand > ein Verhältnis mit jemand beginnen > aufreißen > aber auch Streit 
andersteranders 
anfahrnfahren > wo dagegen fahren > aber auch jemand heftig anreden 
Angstmeierängstlicher Mensch 
Ãngströhr'nZylinderhut > Spottwort > Zivilhelm > Glanzbuttn > Stößer..diesen trugen die konservativen Patrioten ab dem Jahre 1848, um ihre Gesinnung zu zeigen 
Anhängselhängen > etwas um den Hals hängen haben > aber auch lediges, ungewolltes, KindDie håt in die Ehe ein Anhängsel mitgebracht“
anieds jedes > ein jedes 
AnimusLust > gut aufgelegtJetzt hab i wieder an Animus
ankant'nseine Rauchware in Brand setzen, anzünden bes. eine Tabakspfeife 
anniglnNagel > in den Fingerspitzen bis unter die Nägel frieren 
AnriebAnzahlung 
ans/aeins/Einser 
AnsapanierAusgehkleidung > militärisch 
anschlågnden Zapfhahn in das Bierfaß versenken 
anschnauzenjemand ungebührlich laut anreden > Schnauze < auch die Schnauze voll haben 
Anspani    einspänig > Fuhrwerk > aber auch ein Einspänner > KaffeeAnspani – schiaßt er nöt, bleibt's a G'frött| Haßt net viel, g'hört ins Ring'lspiel“
AnstreicherZimmermaler 
anstrudelnjemand mit zuviel Musik feiern > früher in Hernals und Lerchenfeld 
antauchen1) sich verstärkt um die Arbeit bemühen 2) pudern > koitierenHiazt haßt's antauch'n
AntnEnte 
Anwurfsich einer Dame annähern, zuwihaun 
aperschneefrei 
AppoloniaSchutzpatronin gegen ZahnschmerzenAppolonia, fruh und spat, gibst du jedem guten Rat. Sag auch mir, wie ich die Zähndschmerzen bald verlieren könnt“
ArbeiterbisquittSchwarzbrot > Scherzname 
Argamenterl     †KleinigkeitAuf meiner Haut kann ma ka Agamenterl von Schmutz entdecken“
arretieren franz.einsperren > Arrest, Zigarettenstumpfernl sammeln > 
ArschaufdererdHänge Po-Po > auch bei kleinen Menschen 
Arschkappelmuster   † eingedrückter Hut der Kappelbuben 
Aschantinußbraune Menschen > Neger 
Aschantibuamsonnengebräunte Menschen > auch Aschanti Neger ab 1873 > Weltausstellung 
Aschichtabgelegen > Haus > Einöde 
asoachso > etwas begreifen > etwas Neues erfahren 
Asperl/Aschperl1) Mispel/Mistel > Äschperl 2) Türk. Münze   
Asselschirche (häßliche) Frau > Kellerassel 
Astelein häßliches Geschöpf 
Audienz-Schwester    †vornehm gekleidete Bettlerin 
auf'ghauthingefallen > Hautabschürfung 
auf'gstraht  streuen, niederfallen > stürzen, ang'straht (betrunken) Auf'gstraht håt's mi
aufdrahna1) aufdrehen > sich mit Geldausgeben hervortun 2) Aufdraht'n > Bei mir kannst scheißen gehen2) Bei mir håst den Aufdraht'n
Aufdrahrerauf drehen > etwas stärker machen 
aufe/auffihinauf/rauf 
aufekräulnraufklettern > Kralle > Hände und Beine verwenden. 
aufganserlnjemand aufziehen > geil machen 
aufgeigenaufspielen 
aufgmascherltherausgeputzt 
aufgschmissenich weiß nicht mehr was ich tun soll > entdeckt 
aufgsessnjemand auf einen Witz hereinfallen 
aufgåbelnGabel, etwas auf die Gabel spießen. Eine Person mit seinem Fahrzeug von einer nicht ausgemachten Stelle mitnehmen. Ein Mädchen zufällig kennenlernen > aufreißen. Auch auftreiben, finden 
aufhauenhinfallen > sich anschlagen > aber auch feiern > besonders das Geld im Wirtshaus rausschmeißen > am Tisch damit haun 
aufhussenaufstachelnHussa- hussa, scheiß CV!. Beliebter Spruch der nationalen Studenten
aufkiebitzen   †aufhetzen 
aufklaubenaufheben 
aufknödelnKnödel, Geld in Knödelform in der Tasche  Der is da aufknödelt
aufkräulnhochkommen> kräul auf! > steh auf! 
aufpfluschenaufflackern > Licht 
aufplattelnaufblättern > bloßstellen >jemand verraten 
aufpudeln                 sich wichtig machen 
aufsagenkündigen 
aufschnåppenschnappen, ein paar Bruchstücke von einer Mitteilung zufällig hören. Teile eines Satzes von dem man sich trotzdem seinen Reim machen kann                      
aufzwicken jemand näher kennenlernen wollen. Ein Mädchen aufreißen > Eine Liebschaft anfangen Die zwick i ma jetzt auf!
aus'naus dem 
aus'scheiteltgescheit > ausgelernt > gebildet  
ausbanlnBein, das Fleisch von den Knochen entfernen 
ausdiftelnherausklügeln 
ausdipfelnein Ergebnis berechnen 
ausg'schamtein unverschämter Mensch, der das Schamgefühl verloren hat 
ausgfressnsehr dick sein vom vielen Fressen > feist 
ausgreifen                betatschen > in der Pubertät waren meist die Mädchen die Opfer 
ausrichtenjemand ausrichten > bekritteln > über jemand schlecht sprechen 
aussahinaus/heraus Geh und kumm aussa
aussackln                    ausnehmen (jemanden) das Geld aus der Tasche ziehen 
aussibazn        †beizen > hinausjagen 
aussibuxier'nhinausstoßen > mit Gewalt entfernen 
aussilah'nhinauslehnen > hinauswerfen > leerenSoll ich Ihnere Böck aussilahn?
aussilanalehnen > beim Fenster rauslehnen > zu weit gehen. Ein Gast wurde aus dem Gasthaus befördert und an eine Mauer gelehnt Lahna låssn
AussischmeißerRauswerfer 
ausskalieren   †bemängeln 
ausstaliern                beanstanden, nörgeln, kritisieren 
ausstrahnstreuen> etwas verlieren > meistens Geld 
Auster    †der dicke Auswurf 
Austria-Hotel   †Polizeidirektion > war früher (1873) als Hotel erbaut worden 
AusweisZeugnis 
außa-pof(e)ln mhd.povel    †1) rauchen 2) bei einem engen Ausgang herausdrängen 
außaputztputzen, schön geschminkt für ein Stelldichein
awich   †verkehrt > Innenseite eines Stoffes > mit der verkehrten Hand 
b'soffen  betrunken > saufen > saugendes trinken > wie die Tiere  
Ba(n) mageres Mädchen > Hure, aber auch lustiger Mensch 
baazn faulenzen, Ausbaazn, ausruhen
baba lebwohl, meist mit Handwinken verbundenBaba und fall net!- tu Dir nichts an
Bacchant von Bacchus, Vieltrinker  
bachalwårm wohlig warm > Kinderstube, wo das Kind sein Bacherl ins Töpfchen macht. (Wärme, die vom Backofen ausströmt)  
Bacht Gebäck  
Backhendlzeit vor dem ersten Weltkrieg. Es war die sogenannte gute alte Zeit  
baff verblüfft  
Bagage Familienanhang  
bagschirli/ch mhd. bagschialich niedlich, reizend, drollig > beigeschirrig > zweites, kleineres Zugpferd, streitsüchtig  
Bahöll Bahö ahd. hellan Lärmplage, Durcheinander, Streit, Krawall, Höllenlärm  
Ballawatsch Verwirrung, Durcheinander  
ballestern Fußballspielen ohne Regeln draufhauen > Ballistik  
Bam, Bama, Bamer(l) Baum, Bäume, Bäumchen  
Bam/erl Bäumchen > Redensart für dagegen sein, starr und unverrückbar wie ein Baum, auf seinem Standpunkt bleiben An Bam aufstelln
Bamkraxler, Bamrutscher kriechen > Eine Alt-Wiener Figur, die auf einem Stab hinunterruckt.  
Bamperletsch kleines Kind  
Bamschabel mhd. schoup1) Strohbündel an Bäumen als Vogelscheuche 2) Zeichen für Obstweinausschank 3) Schimpfwort für ungebildeten und ungepflegten Menschen 4) kleiner Vogel  5) Specht  6) Pechsammler  
bamstig  dick, aufgedunsen > Pampe> Brei > bampfen > mampfen  
Bana/ Baner Beine G'sunde Baner, Strauß und Lanner
Banahaufen abfälliges Schimpfwort für klapperdürre, an Skelette mahnende Menschen  
Banda  Bezeichnung für große Musikkapelle. Die berühmteste Banda war die Burgmusik der Hoch - und Deutschmeister, deren Aufmarsch bei der Wachablöse eine Gaude für alt und jung war. Später Bezeichnung für Lumpenpack, Gesindel (Bande)  
Bandlkråmer veralteter Name für Kurzwarenhändler, Krämer (Bandlkråmerlandl)  
Bangl reißn mhd.banc  Bank, sterben, in die ewigen Jagdgründe eingehen A Bangl reißen
Banistierer  Knochen- u. Lumpensammler, der in Mülltonnen nach Abfällen wühlt (stiert)  
Bankl/Bankerl  Bank 1) Notenbank 2) Sitzbank 3) Fleischbank, früher 4) alle (durch die Bank) 5) in eine Bank einbrechen (aufmachen) 6) alles auf eine Karte setzen > a sichere Bank 7) keine Aussage machen, um nicht auf die Anklagebank zu kommen 8) a Bangl reißn, er måcht ein Bankerl > sterben  
barababern schwer arbeiten > Baraberer > Hackler  
Barterl (mit hellem a) Kinderlatz, aber auch kleines Bärtchen  
Bassena Die gemeinsame Wasserentnahmestelle in den jeweiligen Stockwerken >  Wasserauslauf mit kleinem Becken > Bassenagerücht  
Bassenagschichten durch den Tratsch hervorgerufene Ehrenbeleidigungen, die sehr oft beim Kleinen Bezirksgericht endeten Bassenatråtsch
Batterie Jargon für kräftig ins Gesicht schlagen > Schädel Batterie anhauen
batz patzen Batzweiche Dutteln
Batzl ein ganz kleiner Batzen, ein bißchen, ein wenig Gib ma a Batzl Liptauer
Baunzerl  Gebäck mit einer Mittelfurche  
BauplåtzSchwertwort für Glatze  
Bauxerl ganz kleines Kind  
Bau                                   GefängnisIn den Bau gehen - eine Strafe antreten
Bazi Lump, Gauner > Lumpazivagabundus  
Beamtenforelln Knackwurst, früher auch Salzstangerl  
Beberln Zibeben  
bedient Hier gibt es verschiedene Auslegungen: 1)Heut bin i bedient (nach schwerer Arbeit müde), 2) Beim Stoß (Hasardspiel) håbn's mi bedient (betrogen), 3) den håbn's bedient (bei einem Raufhandel gestochen) 4) Mit diesem Ergebnis bist Du mehr als gut bedient, kannst zufrieden sein  
begln bügeln, soviel wie eine Sache gutmachen (glätten)  
behirnen Hirn > begreifen  
Beid'l(Beutl) (Beutel) Beutel < Hoden    an dem ist nichts dran, stärker: Saubeid'l
Beid'ler  beuteln > Stoß > Schüttler z.B.: I geb Dir an Beid'ler
Beid'lprackerBeutel und schlagen. Einer, der einen über das Ohr haut, auch mit Gewalt 
Beisl kleines Urwiener Gasthaus mit bodenständiger Kost > da wo der Schmäh rennt. Leider im Aussterben  
Beistånd Trauerzeuge  
beißerisch bissiges, ordinärstes Wienerisch  
Beißer  1) Pülcher  2) A ålter Beißer (Weinbeißer), Ausdruck für den Urwiener| schon im 15. Jhdt. wurde vom Thoman. dem Weinbeißer geschrieben
beißn bösartig zurückschnappen, nörgeln, nur um zu streiten  
Beißzångn Schimpfwort für ein streitsüchtiges, bissiges Weib, Bißgurn s.d.
belfern bellen  
Bemmerln Exkremente der Ziegen, Rehe, usw., Gasbemmerln (von der Geiß)
Bengel  mhd. bengelmeist ungezogenen Jugendliche> schlagen > Prügel 
Benzinkutscher Kraftwagenlenker. Alter Ausdruck, der in der Zeit als die ersten Autos aufkamen entstand, der aber teilweise noch heute für LKW-Fahrer verwendet wird  
Benzolsurrogatwolke Auspuffgase beim Auto  
Bersch Bursche. Robuster, rauflustiger Bursch  
berschn raufen, daher Berscherei, zünftige Rauferei  
Beserlpark kleiner Parkanlage mit zerzausten Sträuchern, die an einen Besen erinnern > ebenso zu wenig grün  
Bestemm mutwilliger Widerstand, boshaftes Verharren auf dem Justamentstandpunkt  
betackln übervorteilen, betrügen > mit Teig beschmieren > beteigeln   
Betbüachl Gebetbuch, aber auch scherzhaft für ein Spiel Karten  
betonieren früher: viel essen, feste Unterlage schaffen (Maurersprache) heute: starker Faustschlag ins Gesicht  
Betthupferl Bezeichnung für eine kleine Süßigkeit vor dem Schlafengehen  
Beuscherl kleines Gasthaus  
Beuschl/Beuscherl 1) Kalbs - oder Rindslunge und – Herz (Wiener Speise) 2) auch Scherzname für die Lunge des Menschen i. den. Red. Er håt a gsunds Beuschl (wenn er ausdauernd laufen kann), dagegen Er ist am Beuschl bedient (er ist lungenkrank)
Beuschlreißer Scherzwort für eine sehr starke, im Rachen kratzende Zigarette  


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